Diese Review beinhaltet Spoiler zum Hauptspiel The Last of Us.  Ihr seid gewarnt.

Es sollte mittlerweile klar sein dass The Last of Us ein Meisterwerk, ein Magnum Opus der Spielegeschichte ist. Es war beinahe perfekt in dem was es tat, es hat Narrative so gut wie wenige Spiele zuvor mit seinem Gameplay vereint, und die beste Story der Videospiel Geschichte erzählt. Ein Spiel das in seiner Erzählung so vollkommen war, dass ich nicht das Gefühl hatte es würde eine weitere Story in dieser Welt brauchen. Deswegen war ich auch ein wenig skeptisch was die Erweiterung Left Behind anging. Es war bekannt, dass neuer Single Player Content zu The Last of Us geplant ist, doch niemand wusste was es sein würde. Würde er vor dem Hauptspiel, oder danach spielen? Mittlerweile weiß man, dass es eine Art Prequel ist und ein wenig Licht in Ellies Geschichte bringt bevor sie Joel getroffen hat.

Ein kleiner Tipp von mir, falls ihr an diesem DLC interessiert seid solltet ihr euch vielleicht überlegen den Comic American Dreams zu lesen, denn dort wird Ellies Freundin Riley das erste mal in die Welt von The Last of Us eingeführt. Aber auch wenn man den Comic nicht gelesen hat gewinnt man Riley am Ende der Geschichte sehr lieb, denn sie wird sehr gut an den Spieler herangeführt und ist eine sehr liebenswürdige Spielfigur.

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Left Behind startet dort wo Joel im Hauptspiel aufgespießt wird und um sein Leben kämpfen muss. Ellie macht sich auf um ein Erste Hilfe Paket zu finden um ihn wieder auf die Beine zu bringen. So gesehen besteht die Geschichte von Left Behind aus zwei Teilen. In einem Teil spielt man Ellie die Joel bereits kennt und bereits in der Lage ist für sich selbst zu sorgen. Im anderen Teil spielt man ein unschuldige Ellie die noch keine Ahnung von alle dem hat und mit ihrer Freundin Riley in einer Mall einfach nur Spaß haben will.

Die beiden Teile sind nicht voneinander getrennt sondern wechseln sich in der Erzählung ab. Im Teil mit der älteren Ellie begegnet man Gegnern und muss sich gegen diese behaupten, um die Medizin für Joel zu besorgen. In dem Teil wird auch eine neue interessante Mechanik eingeführt mit der man infizierte und Menschen gegeneinander aufhetzen und beide Gruppen von der Seite mit einem Bogen oder einem Gewehr schön außer Gefecht setzen kann. Dieses System ist die einzige Gameplay Veränderung gegenüber dem Hauptspiel, gibt den Kämpfen jedoch eine ganz neue Dynamik und macht diese um einiges interessanter.

Der Teil mit Ellie und Riley verlässt sich vielmehr auf das Erkunden der Umgebung und die sehr guten Dialoge zwischen den beiden Mädels. Doch auch in diesem Teil des Spiels gibt es Gameplay, das sich nicht auf Kämpfe verlässt sondern die Mechaniken des Spiels auf eine sehr kreative Art nutzt.

Der DLC ist mit einem Kostenpunkt von 14.99€ und einer Länge von zirka 2-3 Stunden vielleicht etwas teuer, aber Fans von The Last of Us kommen hier dennoch voll und ganz auf ihre Kosten. Denn die 2-3 Stunden Spiel treffen emotional wieder voll ins Schwarze und lassen einen, genauso wie das Hauptspiel, mit einem sehr befriedigenden Gefühl zurück.

Fazit

Fans des Hauptspiels, die sich nicht für einen Season Pass beim Launch des Spiels entschieden haben, sollten dennoch die 14,99€ für Left Behind ausgeben, denn im Moment gibt es nicht viel worin man sein Geld besser investieren könnte. Das etwas langsamere Pacing gibt dem DLC ein ganz eigenes  Gefühl, das mit der Qualität des Hauptspiels mithalten kann ohne sich Redundant anzufühlen.

Pro

  • Tolle Geschichte
  • Kreative Anwendung bekannter Mechaniken
  • Riley

Contra

  • etwas kurz

9.5/10

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