Zoo Tycoon gehört zu den Launch Games der Xbox One. Die Simulation ist unter den ganzen großen Spielen ein wenig untergegangen und aus diesem Grund möchten wir den Titel etwas genauer beleuchten. Die Serie war bisher vor allem auf dem PC zu Hause, deshalb sind wir gespannt wie sich der Titel auf einer Heimkonsole schlagen wird.

Der erste Titel der Zoo Tycoon Reihe erschien bereits im Jahr 2001 für den PC. Es folgten einige Fortsetzungen, Special Editions und Add-Ons. 2006 schaffte es die Serie auch auf den Nintendo DS. Mittlerweile gibt es zwei Ableger von Zoo Tycoon für den Nintendo Handheld. Erstmals erscheint das Spiel nun für eine Heimkonsole und zwar für die Xbox 360 und die Xbox One. Unser Testbericht wurde anhand der Spielerfahrungen, der Xbox One-Version, beschrieben.

Zoo Tycoon 2

Zoo Tycoon ist eine Wirtschaftssimulation und wird erstmals vom Entwicklerstudio Frontier Developments entwickelt. Die Entwickler haben schon einige Wirtschaftssimulationen entwickelt, wie zum Beispiel RollerCoaster Tycoon 3. Auch mit Kinect weiß das Entwicklerteam umzugehen, denn Kinectimals stammt vom selben Developer.

Beim Spiel geht es darum, einen möglichst schönen Zoo zu bauen und dadurch eine Menge Geld zu verdienen. Es gibt sehr viele verschiedene Tiere, die man kaufen oder adoptieren kann. Auch bei den verschieden Objekten, die gekauft werden können beindruckt die Vielfältigkeit.

In Zoo Tycoon gibt es im Einzelspielermodus drei Spielvarianten. Der erste Modus ist der Trainingsmodus. Hier lernt man durch verschiedene Szenarien, wie man einen Zoo baut und diesen später verwaltet. Alles beginnt mit den Grundlagen und wird später etwas kniffliger. Im freien Modus spielt Geld keine Rolle. Man kann einen Zoo ohne Einschränkungen errichten. Tiere und Gegenstände können über Bekanntheitsstufen freigeschaltet werden. Im Herausforderungsmodus geht es schon viel mehr um die Zooverwaltung. Zu Beginn hat man nur sehr begrenzt finanzielle Mittel zum errichten des Zoos. Auch viele Herausforderungen der Zooverwaltung gilt es hier zu bewältigen. Der wohl spannendste Modus ist jedoch der Kampagnenmodus. Hier ist das Talent wahrer Zoowärter gefragt. Es gibt 20 szenariobasierte Zoos mit sechs Kategorien. Für den Abschluss der einzelnen Szenarien bekommt man Gegenstände, die auch im freien- und Herausforderungsmodus benutzt werden können. Die Modi Frei, Herausforderung und Kampagne können auch im Onlinemultiplayer bestritten werden.

Nach den ersten Spielminuten kommt einem sofort eine Frage in den Sinn. Wen soll dieser Titel eigentlich ansprechen. Für die jüngere Zielgruppe ist die Wirtschaftssimulation zu komplex aufgebaut. Und für Gamer der älteren Generation, könnte die Niedlichkeit der Tiere und der gesamten Spieloptik abschreckend sein. Trotzdem freut man sich auf seinen ersten eigenen Zoo und auf die vielen Besucher, die den eigenen Tierpark zum bekanntesten machen.

Wie bei den meisten Wirtschaftssimulationen muss man zu Beginn eher mit kleineren Aufgaben beginnen. So ist es auch bei Zoo Tycoon. Der Zoo ist am Anfang sehr verdreckt und muss gereinigt werden. Was man  benötigt, um den Park sauber zu machen, sind Reinigungskräfte. Um Besucher anzulocken braucht man im Zoo vor allem viele Tiere. Da die Zuschauer auch hungrig werden, benötigt man Läden für die Verpflegung.

Sehr früh im Spielgeschehen fällt leider auf, dass die Entwickler einem die Hände binden. Es ist möglich die Eintrittspreise zu regulieren, aber man kann keine Preise einstellen, sondern hat nur eine Auswahl von kleiner, normaler und hoher Preis. Straßen und Wege können auch nicht selbstständig gebaut und errichtet werden. Man baut sein Gehege und die Wege entstehen automatisch außen herum. Diese Veränderungen, im Vergleich zu den Vorgängerteilen, lassen viel weniger strategischen Freiraum. Man ist also nicht nur bei den Kosten beschränkt sondern auch bei der Gestaltung seines Zoos.

Was uns sehr gut gefallen hat, sind die verschieden Tiere. Es gibt über 100 verschiede Tierarten. Diese Tiervielfalt entfacht einen Entdeckungsdrang. Man will alle möglichen Tierarten freischalten, um alle Lebewesen zu sehen. Im Vergleich zu Kinectimals wirken die Tiere viel realistischer und nicht ganz so knuffig. Beispielsweise sehen die Tiere mit Fell sehr realitätsnah aus. Die Tiere können mit Hilfe der Kinect-Steuerung gefüttert werden. Dieses Feature  wird vor allem der jüngeren Generation, der Spieler, gefallen. Die menschlichen Charaktere sind in einem Comic-Look gestaltet. Die realistischen Tiere und die Toon-Menschen bilden einen Kontrast und wirken gemeinsam sehr merkwürdig.

Zoo Tycoon 1

Fazit

Als Wirtschaftssimulation hat man es schon schwer genug. Noch größer ist die Bürde wenn man ein Nextgen Titel für eine neue Konsole ist. Leider hat Zoo Tycoon unsere Erwartungen nicht erfüllt. Man muss sich einfach die Frage stellen, für wen das Spiel gemacht ist. Für die jüngere Zielgruppe ist es zu komplex und für die ältere Generation zu niedlich. Der Kontrast in der Optik der menschlichen Charaktere und der Tiere wirkt äußerst merkwürdig. Der Managementaspekt fällt auch ins Wasser, weil einem förmlich die Hände gebunden werden. Beispielsweise kann man die Eintrittspreise nicht genau regulieren, sondern hat nur die Auswahl zwischen drei Kostenhöhen. Die jüngeren Spieler könnten dennoch eine Freude mit Zoo Tycoon haben, denn die Tiere sind richtig süß. Das Aussehen der Tiere und die Kinectfütterungen bringen der Serie einen neuen Pepp.

Pro

  • Optik der Tiere
  • Artenvielfalt
  • Kinectfütterungen

Contra

  • Managementaspekt fast nicht vorhanden
  • Eintönige Kampagne
  • Besucheranzahl erkennt man nicht im Zoo
  • Bausystem der Wege entfällt
  • Menschliche Charaktere passen nicht zu den Tieren

5/10

 

Über den Autor

Anel.K

Mein Name ist Anel Kubat, ich wohne in Salzburg und bin Redakteur bei nextgen.at. Ich mag so ziemlich alle Arten von Games, doch am liebsten spiele ich RPGs.

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