Ninja Gaiden ist eine der am längsten laufenden Serien der Spielegeschichte. 2004 wurde die Serie neu überholt und wurde zu dem was wir heute als ein Ninja Gaiden Spiel kennen. Ein brechend hartes Hack ‘n Slash Action Spiel, das vor allem durch das schnelle und anspruchsvolle Gameplay begeistert. Nur leider waren die letzten paar Jahre nicht sehr gnädig mit der Ninja Gaiden Serie, die Verkaufszahlen sanken stetig und damit leider auch die Qualität der Spiele. Der letzte Ableger in der Serie war Ninja Gaiden 3, was leider eine mittelschwere Katastrophe war. Nun will Tecmo Koei der Serie mit einer neuen Herangehensweise frisches Blut zuführen, ob ihr Versuch Früchte trägt oder die Serie nur tiefer in den Abgrund zieht bleibt abzuwarten.

In Yaiba: Ninja Gaiden Z spielt man nicht mehr den Ninja Ryu Hayabusa sondern dessen Feind Yaiba, was wohl auch den Titel erklärt. Yaiba wird im Vorspann von Ryu in Stücke geschnitten und von einer vollbusigen Wissenschaftlerin wieder zusammen geflickt. Ja die weiblichen Charaktere sind genauso gut wie in allen anderen Ninja Gaiden Spielen zuvor auch, was bedeutet das ihre Persönlichkeit an ihrer Oberweite gemessen werden kann. Die Dame die unseren Yaiba reanimiert hat erklärt ihm dann wie er seine Gegner auseinander nehmen kann, und seine Gegner sind, wie könnte es auch anders sein, Zombies.

Das Spiel ändert nichts an der typischen Hack ‘n Slash Formel der Serie, das einzige was es macht es nimmt jegliche Art von Tiefe aus dem Spiel und fühlt sich eher an wie ein Dynasty Warriors Nachfolger als ein Ninja Gaiden spin-off. Die Gegner laufen uns in Horden entgegen und werden mit dem wiederholten Drücken eines Knopfes in Stücke gerissen, man kann Attacken auch kombinieren falls man ein wenig Abwechslung will, nötig ist das aber nicht, eine Taste reicht voll und ganz. Ein weiteres Manko ist dass sich die Kämpfe einfach nicht gut anfühlen, die Schläge haben keinerlei Wucht dahinter und man bekommt das Gefühl als würde Yaiba die Luft zerschneiden und nicht Zombies in Stücke fetzen. Und die Kamera weigert sich dabei auch noch uns im Kampf zu unterstützen, denn die fliegt wie sie will quer durch den Raum und kann vom Spieler kaum kontrolliert werden.

Nach etwa 10 Stunden Spielzeit wusste ich nicht mehr worum es geht, da nichts an der Story interessant war und man merkt einfach dass die Geschichte den Entwicklern am Allerwertesten vorbeigeht. Das wäre ja nicht so schlimm wenn uns das Gameplay dafür kompensieren würde. Nur wie zuvor erwähnt tut es das leider nicht. Die einzigen Charaktere die man trifft sind die rothaarige Dame mit dem Riesenbusen, deren Chef und unser nerviger Protagonist. Die allesamt so viel Tiefe wie ein ausgetrocknetes Flussbett haben.

Die Grafik ist wohl der positivste Aspekt des Spiels, die ist zwar nicht das Schönste was ich bisher je gesehen habe sieht aber doch recht schick aus. Die verschiedenen Zombie Typen wurden alle recht hübsch gestaltet, auch wenn ich Yaiba mal so gar nicht mag sieht sein Charaktermodell doch wirklich cool aus. Doch auch die schönste Grafik hilft einem nichts, wenn das Spiel voller Grafik Bugs ist. Gegner bleiben hin und wieder in Geometrie stecken und auch die Kamera spaßtet gelegentlich komplett aus.

Fazit

Yaiba hätte wenigstens ein Guilty Pleasure werden könnten, wäre das Gameplay nicht so anspruchslos. Mit diesem Spiel hat der Entwickler Spark Unlimited bewiesen, dass wenn man den Schwierigkeitsgrad in einem Ninja Gaiden Spiel entschärft und das Gameplay vereinfacht, einem nicht mehr bleibt als eine fade Schale ohne Kern.

Pro

  • nette Optik

Contra

  • Charaktere
  • Langweilig

4,5/10

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