Im Dezember vergangenen Jahres musste der vor 24 Jahren gegründete Publisher THQ Insolvenz anmelden. Da nicht alle Assets von einem Unternehmen übernommen wurden, musste die Firma nun ihre Pforten schließen.

Nachdem man im Dezember Insolvenz angemeldet hatte, hoffte das Management um Jason Rubin und Brian Farell durch eine ganzheitliche Übernahme der Clearlake Capital Group, einen Neustart des Unternehmens zu ermöglichen. Im Laufe der Auktion boten diverse Hersteller jedoch insgesamt mehr Geld für einzelne Teile, sodass THQ nun zerlegt und geschlossen wird.

Die Verkäufe im Überblick

Sega, Koch Media, Take-Two, Crytek und Ubisoft waren an der Auktion beteiligt und haben sich unterschiedliche Assets des Publishers einverleibt.

Sega

Sega zahlt 26,6 Millionen Dollar an Relic, ist somit der neue Besitzer des kanadischen Strategiespezialisten und überbot somit Zenimax Media, der Mutterkonzern von Bethesda, der bei einem Gebot von 26,3 Millionen Dollar ausstieg.

Koch Media

Koch Media (Deep Silver) übernimmt für 22,3 Millionen Dollar Volition und mit ihm auch die Saints Row-Marke, von der sich der vierte Teil bereits in Arbeit befindet. Koch Media überbot dabei Ubisoft, die ebenfalls an diesem Team interessiert waren.

Darüber hinaus sicherte sich Koch Media für 5,88 Millionen Dollar auch die Publishingrechte für Metro 2033 und Metro: Last Light. Die allgemeinen Rechte bleiben jedoch bei 4A Games. Koch Media überbot auch hier Ubisoft, die bei einem Angebot von 5,2 Millionen Dollar ausstiegen.

Take-Two

Take-Two sichert sich für 10,9 Millionen Dollar die Rechte an Turtle Rock Studios‘ Shooter Evolve, wobei sich auch das Team selbst um die Rechte an diesem Spiel bemühte, mit dem Minimalgebot von 250.000 Dollar jedoch scheiterte.

Crytek

Crytek sicherte sich für 544.000 Dollar die Markenrechte an Homefront. Homefront 2 befindet sich bereits bei Crytek in Entwicklung.

Ubisoft

Ubisoft kauft für 2,5 Millionen Dollar das in Kanada ansässige THQ Montreal und übernimmt dabei auch die bisher nicht angekündigten Projekte 1666 und Underdog.

Wie bereits bekannt wurde, ist auch South Park: Der Stab der Wahrheit bei Ubisoft gelandet, die 3,26 Millionen Dollar dafür zahlten.

Auswirkungen auf bestehende Projekte

Aufgrund der Umstellungen, die durch die Übernahme auf die betroffenen Studios zukommen werden, ist es wahrscheinlich, dass sich Titel wie Company of Heros 2, Metro: Last Light oder South Park – deren Release bereits in Sichtweite war – etwas verspäten werden. Letzterer Titel soll laut Ubisoft jedoch auf alle Fälle noch dieses Jahr erscheinen. Company of Heroes 2, das sich derzeit in der Beta-Phase befindet, hat derzeit keinen Community-Manager mehr, der das Bindeglied zwischen Testern und Entwicklern darstellt.

Der Rest

Dem aufmerksamen Leser wird es nicht entgangen sein, dass hier einige Marken fehlen. Eine davon ist die bei Vigil Games entwickelte Darksiders-Reihe, für die es keine Gebote gab. Platinum Games-Chef Atsushi Inaba hat jedoch via Twitter verlauten lassen, dass er durchaus Interesse an der Reihe habe und sie zu einem günstigen Preis übernehmen würde. Wie ernst diese Nachricht ist, weiß man jedoch nicht. Auch das Schicksal der WWE-Lizenz ist Unklar, da es auch dafür keine Gebote gab. IGN will jedoch von nicht näher benannten Quellen erfahren haben, dass sich 2K Sports um die Wrestling Lizenz bemühe.

Über den Autor

Kilian R.

2 Responses

  1. Konrad
    Konrad

    Um Darksiders wärs schad.. WWE ist vor allem in Europa glaub ich nicht so der Renner 😉

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  2. Kilian R.
    Kilian R.

    mich wunderts, dass niemand interesse an Darksiders hatte. wahrscheinlich waren die verkaufszahlen net so überzeugend, aber die serie hat auf alle fälle potential.

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