Nach dem sehr erfolgreichen LittleBigPlanet und LittleBigPlanet 2 melden sich die Jungs und Mädels des englischen Entwicklerstudios Media Molecule mit einem neuen Spiel zurück. Der Tearaway getaufte Titel erscheint am 22. November exklusiv für die PS Vita und entführt den Spieler in eine Welt ganz aus Papier.

Die Geschichte dreht sich um den Boten Iota, in dessen Briefumschlagkopf sich eine wichtige Nachricht befindet, die an den Spieler selbst adressiert ist. Da der Spieler jedoch ein gottähnliches Wesen ist, befindet er sich in der Sonne der Papierwelt und die Auslieferung der Nachricht gestaltet sich schwieriger als erwartet. Doch als so mächtiges Wesen hat man natürlich verschiedene Kräfte, um mit der Welt interagieren und Iota bei seinem Auftrag helfen zu können. Jedoch unterstützt man den kleinen Umschlag auf seiner Reise nicht nur, sondern man übernimmt gleich die Kontrolle über ihn.

Bevor man mit dem Spiel beginnt, kann man sich zwischen Iota und seinem weiblichen Pendant Atoi entscheiden, sowie verschiedene Einstellungen vornehmen. Wem sein Charakter nicht gefällt, wird sich freuen zu hören, dass man auch in Tearaway an umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten für den Charakter gedacht hat. So kann man sein alter Ego jederzeit mit verschiedensten Dekorationen verschönern.

Einmal in der Welt angekommen kann man sich von Anfang an frei durch diese bewegen und auf Erkundungstouren gehen. Neben den Hauptmissionen finden sich nämlich auch immer wieder kleinere Aufgaben. Diese umfassen meist das dekorieren der Auftraggeber, wobei man oftmals selbst zu Stift und Schere greifen und das gewünschte Objekt erstellen muss. Dabei wählt man ein Stück Papier nach Wahl, zeichnet mit dem Stift den Umriss des Gegenstandes und lässt ihn dann vollautomatisch von der Schere ausschneiden. Natürlich kann man hierbei verschiedenste Formen miteinander kombinieren und so alles basteln was das Herz begehrt.

Zusätzlich dazu gibt es in der Welt auch versteckte Gegenstände, wie Geschenke und Papiermodelle, zu finden. Letztere kann man in weiterer Folge im Internet herunterladen und sich so seine eigene echte Tearaway-Welt basteln. Darüber hinaus macht es auch sehr viel Spaß einfach nur mit der Umgebung zu interagieren und zum Beispiel Erdmännchen durch die Gegend zu werfen oder auf größeren Tieren zu reiten.

Während Iota zu Beginn nur umherlaufen kann, lernt er im Laufe des Spiels zu springen und sich zu einer Kugel zusammenzurollen, wodurch sich natürlich weitere Erkundungsmöglichkeiten ergeben. Darüber hinaus kann man auch selbst in die Welt eingreifen, wortwörtlich. An bestimmten Stellen im Spiel, die mit den Symbolen der Aktionstasten verziert sind, kann man beispielsweise seine Finger in die Papierwelt stecken und mit verschiedenen Gegenständen interagieren. Auch muss man Iota bei Trampolinen helfen, indem man das Rückseitentouchpad antippt und ihn so in die Luft katapultiert.

Darüber hinaus kann man auch noch über den Touchscreen mit der Welt interagieren und bestimmte Gegenstände, die mit einer schimmernden Oberfläche markiert sind, manipulieren. Doch so süß die Papierwelt auch anmutet, für eine spannende Story braucht es auch Gegner, die sich in verschiedenen Formen manifestieren und als Schnipsel bekannt sind. Jede Gegnerart muss hierbei auf eine andere Art besiegt werden. So muss man bei den ersten Gegnern beispielweise warten, bis sie auf dem Kopf liegen, um sie danach aufzuheben und zu werfen. Die nächsten Gegner wollen auf ihren Stelzen hoch hinaus und bespucken euch mit Papierkügelchen. Das Rezept dagegen: einfach gegen die Stelzen rollen.

Von Anfang an fällt natürlich die ungewöhnliche Grafik ins Auge, denn die Papierdimension hat ihren Namen nicht von ungefähr. Alle Objekte im Spiel bestehen aus Papier und es ist faszinierend anzusehen, wie die Entwickler verschiedenste Effekte, wie beispielsweise Wellen im Wasser oder aufblühende Blumen, mit Papier in Szene gesetzt haben. Auch die Animationen und die Mimik des Hauptcharakters sind erstaunlich geschmeidig und liebevoll umgesetzt.

Neben der Grafik weiß auch der Sound mit abwechslungsreichen Musikstücken und passenden (Papier)soundeffekten zu überzeugen. Die Steuerung ist sehr vielfältig und nutzt die verschiedenen Fähigkeiten der PS Vita gekonnt aus. Da man die Kamera meist nicht frei bewegen kann, kann es manchmal zu etwas unübersichtlichen Situationen kommen. Das in der Preview Version vorhandene Gameplay mutete ebenfalls vielfältig und abwechslungsreich an, wobei sich hier jedoch die Frage stellt, ob hier im Laufe des Spiels noch weitere Mechaniken hinzukommen oder nicht.

Fazit

Mit Tearaway zeigen die Entwickler von Media Molecule erneut ihr Können und zaubern eine bunte Papierwelt auf die PS Vita. Das Spiel weiß die unterschiedlichen Fähigkeiten der PS Vita sinnvoll einzusetzen, was zu einem abwechslungsreichen Gameplay führt. Hier bleibt jedoch abzuwarten, ob sich diese Abwechslung durch das ganze Spiel hindurchzieht oder ob es nur zu Beginn mit Neuerungen aufwarten kann. Vollends zu überzeugen weiß bereits jetzt der ungewöhnliche Grafikstil, der mit liebevollen Papiermodellen aufwartet, die eine lebendige Umgebung wiederspiegeln.

Gefällt bereits jetzt

  • Ungewöhnlicher Grafikstil, der mit liebevollen Details überzeugt
  • Abwechslungsreiches Gameplay
  • Versteckte Gegenstände
  • Anpassbarer Charakter und Umgebung

Muss noch verbessert werden

  • Kamerasteuerung mit dem rechten Stick nur spärlich möglich
  • Gibt es das ganze Spiel hindurch genügend Abwechslung?

Über den Autor

Kilian R.

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