Die Tales-Reihe begeistert, dank den fantastischen Erzählungen, den wundervollen Charakteren und dem ausgeklügelten Kampfsystem, Fans auf der ganzen Welt. Neben Final Fantasy ist die Tales-Reihe unter JRPG-Fans eine der beliebtesten Serien.

Die Tales Reihe feiert in Europa sein 15–jähriges Jubiläum und zu diesem Anlass muss natürlich ein Vorzeigerollenspiel auf den Markt. Tales of Xillia erschien schon 2011 in Japan, feiert jedoch dieses Jahr das europäisch-amerikanische Debüt. Somit ist Tales of Xillia das erste Tales für die PS3, denn Tales of Graces f war nur ein Wii-Port.

1Zum ersten Mal kann man in eine von zwei Rollen schlüpfen. Zum einen wäre da der interessante und junge Medizinstudent Jyde Mathis und zum anderen die mächtige und schöne Geisterbeschwörerin Milla Maxwell. Durch die beiden Protagonisten erfährt man die Story aus zwei Sichtweisen. Es gibt charakterspezifische Cut-Scenes, verschiedene Dialoge und andere Aufgaben. Man verpasst nichts wichtiges von der Story, egal für welchen Charakter man sich entscheidet, um aber jedes Detail zu erfahren, muss (darf) man das Spiel mit beiden durchspielen. Den größten Unterschied zwischen beiden Charakteren bemerkt man im Kampfstil. Jyde setzt eher auf seine Fäuste, während Milla öfter ihre Magie einsetzt und mächtige Monster beschwört.

Wie bei den vorherigen Tales Spiele, sind es die Gespräche und die Charakter–Interaktionen, die das Spiel ausmachen. Vor allem bei Jyde ist es interessant zu sehen wie der Charakter im Laufe des Spiels wächst und reift. Die Story bietet einem nichts, dass man noch nie gesehen hat, aber die Charaktere und die liebevoll inszenierten Gespräche und Nebenquests, lassen einen nicht los, bis man alles von der Story aufgeschlungen hat. Die Story hat einige Twists und ist eine solide JRPG-Geschichte, deshalb möchten wir lieber auf die Gameplay-Elemente eingehen.

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Grafisch wirken vor allem die Hintergründe nicht perfekt. Fast alles sieht etwas matschig und unvollendet aus. Einen weiteren Punkt der die Tales-Reihe ausmacht dürfen wir natürlich nicht vergessen. Und zwar das komplexe Kampfsystem. Während den Kämpfen kann man verschiedene Spezial Attacken ausführen, die man vor oder während den Kämpfen festlegt. Mitten im Getümmel befinden sich auch die computergesteuerten Parteimitglieder mit deren Hilfe man starke Dual-Attacken ausführen kann, was eine Neuerung in der Tales-Reihe ist. Man kann mit maximal vier Mietgliedern kämpfen, steuert aber immer nur einen Charakter selbst. Man verliert ab und zu den Überblick und es kann vorkommen das Button-Mashing angesagt ist, dennoch ist dieses einzigartige Kampfsystem ein Alleinstellungsmerkmal für die Tales-Spiele.

Was uns sehr gut gefallen hat war das Lilial Orb-System, ein System das stark an das Sphärobrett von Final Fantasy X erinnert. Dieses wird dazu benutzt um die Charaktere in gewissen Bereichen zu stärken und neue Angriffe zu lernen. Man hat sehr viele Freiheiten und kann die Charaktere genau in die Richtung entwickeln die man haben will. Falls man aber zum Beispiel einen Nahkämpfer in der Magie verstärkt kann man später gewisse Nachteile haben. Nichtsdestotrotz gefällt es uns immer gut, wenn ein Spiel einem gewisse Freiheiten lässt, um das Gameplay innovativ zu gestalten.

Fazit

Tales of Xillia ist nicht das perfekte Rollenspiel. Die entzückende Animeoptik könnte viele Spieler abschrecken. Was ich nicht hoffe, denn die tiefgründige Story und das tolle Kampfsystem bieten ein einmaliges Spielerlebnis. Das Lilial-Orb System zum Aufleveln der Charaktere motiviert sehr zum kämpfen, um immer wieder neue Spezialmoves und Charakterstärcken zu entdecken. J-RPG Fans können sich diesen Pflichttitel nicht entgehen lassen. Alle anderen sollten auch einen Blick wagen und in die wundervolle Spielwelt eintauchen.

Pro

  • zwei Charaktere
  • Tolle Story
  • Starke Spezialattacken
  • Lilial-Orb System
  • Schöne Cutscenes

Contra

  • Hintergrundgrafik
  • Manchmal Button-Mashing

8/10

Über den Autor

Anel.K

Mein Name ist Anel Kubat, ich wohne in Salzburg und bin Redakteur bei nextgen.at. Ich mag so ziemlich alle Arten von Games, doch am liebsten spiele ich RPGs.

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