Mit Stealth Inc.: A Clone in the Dark schleicht sich ein neues 2D Puzzle Spiel von Curve Studios auf die PlayStation 3 und PlayStation Vita. Mit an Bord ist die überaus nützliche Cross Save-Funktion, die das Teilen der Speicherstände zwischen PS3 und PS Vita ermöglicht. Außerdem ist der mit dem Spiel erschienene Downloadinhalt Teleporter Chambers in den ersten beiden Wochen kostenlos zu haben.

Im Spiel schlüpft man in die Rolle eines kleinen Klons, der sich unterschiedlichsten Tests unterziehen muss. In jedem dieser Tests muss man lediglich die Ausgangstür erreichen, um weiterzukommen. Was sich einfach anhören mag, wird einem natürlich durch verschiedenste Rätsel und Geschicklichkeitseinlagen erschwert. Um diese zu lösen sind einerseits die Fähigkeiten des Klons und andererseits das Köpfchen des Spielers gefragt.

Die ersten Tests fallen naturgemäß einfach aus und dienen als Einführung in das Spiel und die Steuerung. Neben den üblichen Fähigkeiten laufen, springen, ducken und sich an Kanten festhalten, kann der kleine Protagonist auch noch Gegenstände verschieben, Schalter benutzen und Computerterminals hacken. Letzteres ist übrigens immer von Nöten, um die Ausgangstür zu öffnen. Soweit hört sich alles noch nach einem ganz normalen Puzzle Spiel an, wären da nicht die Schatten in denen man sich verstecken kann.

Sobald man sich in einem Schatten befindet ist man unsichtbar und kann von keinerlei feindlichen Gerätschaften, wie beispielsweise Kameras oder Roboter, entdeckt werden. Diesen Umstand muss man meist ausnutzen, um die verschiedenen Tests überhaupt schaffen zu können. Denn neben harmlosen Sicherheitskameras, die euch lediglich den Weg versperren wenn sie euch entdecken, lauern in den Kammern noch ganz andere Dinge. So patrouillieren schießwütige Roboter durch die Kammer oder sie wird von ebenso schießwütigen Geschützen bewacht.

Glücklicherweise sind die Sichtkegel der verschiedenen Geräte für den Spieler sichtbar, sodass man sein Vorgehen entsprechend planen kann. Nähert man sich dem Sichtkegel bis auf eine gewisse Distanz zieht man die Aufmerksamkeit auf sich. Wird man direkt im Sichtkegel entdeckt, indem man beispielsweise hineinspringt, wird man von bewaffneten Geräten sofort getötet. Neben diesen aktiven Gefahren lauern jedoch auch noch viele passive in den Testkammern. So wird man von Türen zerquetscht, von Überwachungslasern pulverisiert oder von rotierenden Stachelrädern aufgespießt, wobei jeder Abgang von einer Pixelblutfontäne begleitet wird.

Die verschiedenen Rätsel, die es zu lösen gilt, fordern euch auf verschiedenste Weise und werden mit jeder neuen Kammer immer schwieriger und komplexer. Vor allem tauchen im Laufe des Spieles auch immer mehr Mechanismen auf, die in die Rätsel aufgenommen werden. Arbeitet man zu Beginn nur mit verschiebbaren Blöcken, Schaltern und Toren, tauchen zunächst die wandelnden Roboter, dann Lichtschranken, die nur dann einen Mechanismus in Bewegung setzen wenn sie unterbrochen werden, Teleporter und noch mehr Gerätschaften auf.

Die steigende Komplexität der Rätsel und die teilweise sehr knapp bemessenen Freiräume zwischen tödlichen Geräten bergen ein durchaus hohes Frustpotential. Fairerweise gibt es innerhalb eines Testraumes immer wieder Checkpoints, damit man im Todesfall nicht immer von neuem beginnen muss. Möchte man aber die beste Wertung für einen Test erhalten (die berühmte S-Wertung) bleibt einem an dieser Stelle ein Neustart meist nicht erspart. Um nämlich einen S-Rang zu erreichen, wird eine bestimmte Zeit vorausgesetzt, sowie Grenzen für die Anzahl der Entdeckungen von Gegnern und Tode gesetzt, wobei die letzten beiden meist bei null liegen. Wer fleißig Höchstränge sammelt, kann in jeder Kammer – eine Kammer besteht aus acht Tests – einen weiteren Level freischalten. Darüber hinaus gibt es in jedem Testbereich mit der Helix auch einen Gegenstand zu finden. Wer auch hier alle findet kann wiederum einen neuen Level in der aktuellen Kammer freischalten.

Stealth Inc.: A Clone in the Dark

Als ob die immer schwieriger werdenden Rätsel nicht genug wären, wartet im letzten Testbereich pro Kammer auch noch ein Wächter auf euch. Dessen Sichtbereich beträgt 360° und die Sehweite deckt meist gut die Hälfte des Testbereichs ab, sodass es besonders schwer ist nicht entdeckt zu werden und in weiterer Folge eine gute Wertung zu erhalten. Um sich das Leben als Klon etwas zu erleichtern, kann man im Laufe des Spiels verschiedene Gadgets freischalten, die es euch beispielweise ermöglichen einen Tarnanzug zu aktivieren oder zwischen zwei Portalen hin und her zu teleportieren (wobei die Ähnlichkeit zu Portal hier wohl durchaus beabsichtigt ist).

Das derzeit noch kostenlos erhältliche Donwloadpaket Teleporter Champers erweitert das Hauptspiel um weitere 20 Levels und gibt euch hier in jedem Testbereich die Teleporterfähigkeit aus dem Hauptspiel an die Hand. So müsst ihr euch, erneut ala Portal, mit Hilfe zweier Portale durch den Testbereich hangeln und die euch gestellten Rätsel lösen.

Besonders gut gefällt bei Stealth Inc.: A Clone in the Dark die 2D Pixelgrafik, die mit detailverliebten Hintergründen und feinen (Licht-)Effekten aufwarten kann. Die Musik gefällt mit unterschiedlichen Hintergrundmelodien, die in der elektronischen Ecke angesiedelt sind und passend zur Spielumgebung einen schwereren mechanischen Sound liefern. Die Steuerung ist einfach und präzise, sodass falsche Sprünge oder Stürze nicht auf die Steuerung geschoben werden können, sondern man diese Fehler bei sich selbst suchen muss.

Fazit

Stealth Inc.: A Clone in the Dark gesellt sich in eine große Runde von 2D Puzzle Spielen, doch weiß der Titel mit interessanten und vor allem neuen Spielmechaniken in diesem Bereich zu überzeugen weiß. Die Mischung aus Stealth und Geschicklichkeit bringt eine eigene Dynamik in das Spiel, die von den verschiedenen Gerätschaften und Gadgets gut unterstützt werden. Die abwechslungsreichen Rätsel werden von Test zu Test komplexer und im Laufe des Spiels lernt man immer neue Gameplaymechaniken kennen, die einen neuen Denkansatz verlangen. Die Schwierigkeit der Rätsel skaliert dabei recht stark und birgt ob der teilweise recht knapp bemessenen Zwischenräume zwischen tödlichen Gerätschaften auch ein gewisses Frustpotenzial. Puzzle Fans sollten sich den Titel aber auch alle Fälle zu Gemüte führen.

Pro

  • Verschiedene Gadgets
  • Detailverliebte Grafik
  • Intelligente und komplexe Rätsel
  • Freischaltbare Extralevel
  • Checkpoints in Testbereichen
  • Kostenloser Launch-DLC

Contra

  • Frustpotential
  • Teilweise sehr wenig Platz zwischen Gefahren (pixelgenaues Stehen)

8/10

Über den Autor

Kilian R.

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