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Bioware hat 2007 mit Mass Effect erneut seine Qualitäten als Entwickler von Rollenspielen unterstrichen und drei Jahre später den zweiten Teil der Trilogie veröffentlicht. Nach einem Jahr Wartezeit ist der ehemals Xbox 360-exklusive Titel nun auch auf der PlayStation 3 erhältlich. Dieser kurze Bericht geht eben auf diese Version ein und dient als Ergänzung zum Review meines Kollegen.
Da die PS3-Besitzer nicht die Möglichkeit hatten den ersten Teil der Trilogie zu spielen, wurde dieser Version ein interaktiver Comic beigelegt, der die Geschehnisse des Vorgängers zusammenfasst. Die Interaktivität entsteht durch das Treffen einzelner wichtiger Entscheidungen, welche sich nicht nur auf Teile der Geschichte, sondern auch auf das Verhalten einzelner Charaktere im zweiten Teil auswirken. Nach der Einführung in die Geschichte folgt die genretypische Erstellung eines Helden, wobei ihr mit dem Serienhelden Shepard oder einem eigens erstellten Charakter in die Schlacht ziehen könnt. Als Individualisierungsmöglichkeiten stehen wie gewohnt die Anpassung des Aussehens, sowie die Wahl einer von sechs Klassen zur Verfügung.
Entgegen dem ersten Teil konzentriert sich Mass Effect 2 deutlich mehr auf Action und spielt sich größtenteils wie ein Third Person Shooter inklusive Deckungssystem und umfangreichem Waffenarsenal, welches sich über das Waffenrad verwalten lässt. Weiters können die verschiedenen Charaktere, die ihr zuerst für euer Team rekrutieren müsst, auf unterschiedliche Kräfte zurückgreifen. Diese bringen durch Eigenschaften, wie beispielsweise einer panzerbrechenden oder betäubenden Wirkung, taktische Tiefe in die Kämpfe, welche durch die Abklingzeit der Kräfte vor dem erneuten Einsatz noch verstärkt wird. Über das Selektionsrad hat man dabei jederzeit Zugriff auf die eigenen und die Kräfte der beiden Begleiter und kann somit deren zeitlichen Einsatz bestimmen.
Neben Gegnern finden sich in den verschiedenen Einsatzgebieten auch immer wieder andere Schätze. Aufmerksame Spieler können so neue Technologien, Rohstoffe und natürlich auch Geld finden. Oftmals ist es hierfür nötig sich in das eine oder andere elektronische Gerät zu hacken. Spielt man den Titel jedoch wie einen reinen Shooter verpasst man viel von der Atmosphäre und den eigentlichen Stärken, die das Spiel auszeichnen. So wirken sich die geführten Gespräche auf die Beziehung zwischen den Charakteren, sowie deren Verhalten und auch den Verlauf der Geschichte aus. Hierbei entscheidet euer Auftreten darüber, ob ihr als Vorbild oder Abtrünniger wahrgenommen werdet, was euch weitere Dialogoptionen beschert.
| Entwickler | BioWare |
| Publisher | Microsoft |
| Alter | ab 18 Jahren |
| Spieler | 1 |
| Online Gaming | Nein |
| Homepage | Link |
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