Schnell ins Sportgewand geschlüpft und das Spiel in die XBOX 360 eingelegt, kann es schon losgehen. Am Anfang des Spiels müsst Ihr all Euere Daten eingeben, aber auch der Spieler selbst muss sich einem Ganz-Körper-Scan unterziehen. Kinect erkennt demnach Eure Körpergröße, Eure Beinlänge, Beckenhöhe und vieles mehr und schlägt aufgrund der eigenen Körperform, welches durch die integrierte Kinectkamera erfasst wird, ein Gewicht vor. Dieses kann natürlich dann auf das reale Gewicht geändert werden, der Wert den uns das Spiel vorschlug, war aber schon nahe realen Körperwewicht – zum Glück, denn wer will schon aufgrund einer Software, die absolut neutral ist, mehr Gewicht auf den Hüften haben, als man tatsächlich hat.
Hat man dies erledigt, folgt ein Einstiegstest mit Fragen und kurzen Fitness- und Cardioübungen, damit sich das Spiel einen ersten Einblick über den Fitnesszustand des Spielers machen kann. Auch Fragen, wie beispielsweise nach der Häufigkeit der eigenen Sportaktivitäten, tragen zur Bewertung der eigenen Fitness bei und das Spiel erstellt dadurch das kommende persönliche Fitnessprogramm. Das jeweilige persönliche Fitnessprogramm ist dann unterteilt in verschiedene Ziele, die sich jeder User selbst aussuchen kann. Ob man nun das Bauch-Bein-Po-Programm wählt, das Men‘s Health Programm oder das sogenannte Ärmel-Sprenger-Workout, obliegt dem Spieler selbst. Generell ist zu sagen, dass es sich bei den Trainingseinheiten um Kardiotraining, Muskelaufbauprogramme und Body-Sculpture-Einheiten handelt.

Startet man nun einmal eine Trainingseinheit, steht man durch Kinect und „Your Shape – Fitness Evolved“ direkt im Fitnessraum neben seinem virtuellen Privat-Coach, welchen man sich bei der Einstellung der persönlichen Daten hinsichtlich des Geschlechts aussuchen kann. Wer also lieber einen weiblichen Coach haben will, kann dies ebenfalls einstellen, wie einen männlichen Trainer, jedoch besteht kein Unterscheid in deren Trainingsmethoden. Gleich zum Beginn wird klarerweise der Übungsablauf erklärt und hierbei ist es immer wichtig, dass man die Übungen synchron mit dem Trainingsleiter vollzieht. Die sogenannte Mattensynchronisation kommt hier zum Einsatz und wird permanent angezeigt. Hierbei kommt einem zu Gute, dass Kinect den Spieler in das Spiel projiziert, da man so die einzelnen Übungen, welche klarerweise immer komplizierter und schwerer werden, aber auch intensiver, besser nachmachen kann. Schafft man die Übungen korrekt auszuführen, bekommt man zusätzliche Prozentpunkte und je besser man eine Übung absolviert, desto höher ist die Prozentanzahl am Ende jeder Übung. Im Durchschnitt beträgt die Dauer einer Übung zwischen 15-20 Minuten und die Übungen bringen einen auch wirklich ins Schwitzen bzw. sind tatsächlich anstrengend. Sportgewand und eine Trinkflasche mit Wasser (NEXTGEN.at Gesundheitstipp: Bitte kein Cola, Eistee oder andere zuckerhaltigen Getränke!) sind daher auf alle Fälle Pflicht. Weitere Prozentpunkte im Laufe der Übung bekommt man mit dem Erreichen der jeweiligen Übungsziele, welche am oberen rechten Bildschirmrand angezeigt werden. Dort findet man übrigens auch helfenderweise die Anzahl der zu wiederholenden Übungen. Zusätzlich auf dem Bilschirm angezeigt werden die geplante, sowie die aktuelle Trainingszeit, sowie die bisher verbrannten Kalorien. Schafft man nun seine Ziele, wird man wie schon erwähnt mit Prozentpunkten belohnt, aber man erhält auch Lob vom privaten Coach. Klarerweise bekommt man auch ein wenig Kritik, wenn man die Übungen nicht zu 100% durchführt, wie sich der Trainer (oder in diesem Fall das Spiel) dies vorstellt. Hierbei erklärt der Übungsleiter während der Übung dann auch, was man aktuell falsch macht. „Die Knie ein wenig höher!“ oder „Arme schneller bewegen“ hallt es dann durch den virtuellen Gymnastikraum, was auch gut ist, denn sofortiges Feedback kommt immer gut an und vermittelt dem User, dass es sich wirklich um ein Personal-Training handelt.