Konami hat sich dieses Jahr viel vorgenommen. Mit einigen Erneuerungen, die tief in die Spielmechanik eingreifen, will man endlich wieder zur Konkurrenz aus dem Hause EA aufschließen. Die umfassenden Erneuerungen sollen dem Spieler eine völlig neue, umfassende Spielkontrolle geben. Dieses Jahr gibt es auch endlich die 360° Passsteuerung, welche bei der FIFA-Serie mittlerweile schon zum guten Ton gehört. Die Passstärke könnt ihr über eine Poweranzeige dosieren, welche über dem Spieler angezeigt wird. Leider hält diese Passanzeige nicht was sie verspricht, denn man sieht zwar bei jedem Pass einen sich füllenden Balken über dem Spieler, jedoch spielt man sowieso immer nach Gefühl. Um die Pässe wirklich exakt mit der Poweranzeige zu dosieren, hat man im Spielgeschehen schlichtweg zu wenig Zeit.

Die 360° Passsteuerung weiß aber im Großen und Ganzen zu überzeugen. Pässe lassen sich sehr präzise spielen, vorausgesetzt euer Spieler beherrscht das Passspiel einigermaßen. Problematisch gestaltet sich aber das schnelle Angriffsspiel. Ihr könnt eure Mitspieler lediglich dazu ermuntern in den freien Raum zu laufen, wenn ihr sie mit Doppelpässen in das Spiel einbindet. Per Knopfdruck (wie bei FIFA) lassen sich euren Kameraden nicht dirigieren. Das führt dazu, dass man sich nur allzu oft über seine Mitspieler aufregt, die einfach zu Däumchen am Strafraum drehen. Sollte man im weiteren Spielverlauf aber etwas Übung in Sachen Kurzpassspiel und vor allem Doppelpässen haben, lassen sich trotzdem einige ansehnliche Angriffe auf das Rasenmuster zaubern. Zweikämpfe in PES 2011 sollten gelernt sein und auch dann können sie mitunter zum Roulette werden. Leider ist es nicht so einfach euren Gegner elegant vom Ball zu trennen. Meistens rennt ihr mit eurem Verteidiger eine gefühlte Ewigkeit neben eurem Gegner her, bis ihr ihn dann schlussendlich vom Leder trennen könnt. Außerdem lassen sich die Verteidiger mitunter so steifbeinig steuern, dass die gegnerischen Angreifer jede Lücke nutzen können.