Zu Beginn des Spiels geht es ziemlich dramatisch einher. Die Normandy, ein Raumschiff unter dem Kommando von Captain Shepard, wird von unbekannter Hand angegriffen und kurze Zeit später in die Luft gejagt. In letzter Sekunde kann Shepard seine Crew evakuieren. Er selbst ist allerdings nicht schnell genug und wird, wie die Einzelteile seines geliebten Raumschiffes, in die Weiten des Alls gesprengt.
Zwei Jahre vergehen bis der Weltenretter in einem Krankenbett wieder erwacht. Solang hat es gedauert bis eine Gruppe von Wissenschaftlern der Organisation Cerberus unseren Helden wieder auf Vordermann bringen konnte. Doch kaum öffnet der geplagte Kämpfer seine Augen, ist er auch schon wieder in Todesgefahr...

Diese kurze Zusammenfassung der ersten Spielminuten lässt es erahnen, Fans des ersten Teils mag es aber trotzdem überraschen: Mass Effect 2 ist Action pur. Anstatt uns mit langen Dialogbäumen und komplizierter Charaktermodifikation zu plagen, wirft das Game den Spieler sofort ins Geschehen und hebt sich den gemächlichen RPG-Alltag für später auf. Nach dem Actionreichen Intro bekommen wir zwar die Chance unsere/n Shepard frei zu gestalten. Allerdings schaut die Figur, egal wie sehr wir die Balken nach links oder rechts bewegen, immer wie ein generischer Actionheld aus. Auch was die Fähigkeiten betrifft wurde im Gegensatz zum Vorgänger etwas zurück geschraubt. Im Gegensatz zu den rund fünfzehn in zwölf Stufen erweiterbaren Fertigkeiten des ersten Teils, beschränkt sich Mass Effect 2 auf gerade Mal sechs Talente, die auch nur vier Mal upgegraded werden können. Das erlaubt zwar weniger Individualität, wirkt aber deutlich aufgeräumter.