Der apokalyptische Reiter selbst wurde vom Marvel-Zeichner Joe Madueira kreiert, der einigen ein Begriff sein sollte. Allerdings hat man das Gefühl, der gute Mann ist etwas über's Ziel hinausgeschossen. War sieht aus als würde er eine halbe Ritterrüstung tragen, schwingt ein Schwert der Sephiroth-Klasse und seine Hände sind gigantisch genug um Micky Maus den Rang abzulaufen..
Dementsprechend bewegt sich der Hühne auch etwas behebig. Vielleicht liegt es daran, dass mich Bayonetta für Überschallgeschwindigkeit kondituniert hat, aber mir war die Steuerung insgesamt etwas zu träge. Auch sind seine Schlagcombos auf einen Button reduziert, was nicht unbedingt zu Knoten in den Fingern führen wird.
Das wird allerdings durch diverse magische Angriffe wieder wett gemacht, die sich recht intuitiv über das Steuerkreuz ausführen lassen. So bleibt die Spielgeschwindigkeit - wenn auch nicht im Speedy Gonzales Bereich - doch immer recht hoch. Am besten vergleichbar ist das Kampfsystem auf jeden Fall mit God of War, auf das die Entwickler sicherlich den ein oder anderen Blick geworfen haben. Durch zusätzliche Elemente, wie etwa Kämpfe am Rücken eines Pferdes, kann es sich aber vom Vorbild ausreichend genug abheben.
Später bekommt man auch noch riesige Schießeisen in die Hand gedrückt, die zwar etwas deplaziert anmuten, spielerisch aber gut funktionieren.
Für Abwechslung sollen auch einige Dungeons sorgen, die mit Rätseln im Stile der Zeldaspiele, versehen sind. Und hier haben wir ein ziemliches Problem. Die Rätsel sind nämlich nicht nur im Stile der Zelda Spiele, sie sind viel mehr exakte Kopien. Bumerang um Schalter zu aktivieren, Bomben um Löcher in die Wand zu sprengen, Spiegel die Lichtstrahlen lenken; kommt euch das bekannt vor? Während das Kampfsystem noch genug eigene Ideen an Bord hat, sind die Puzzles nichts mehr als ziemlich dreiste Ideenklauereien.