Professor Layton und das Vermächtnis von Aslant ist der sechste und letzte Teil der Professor Layton-Serie, die 2007 von Level-5 ins Leben gerufen wurde. Mit mittlerweile über 15 Millionen verkauften Einheiten ist die Serie eine der erfolgreichsten Serien, die exklusiv auf Nintendo Handhelds erschienen ist. Professor Layton und das Vermächtnis von Aslant markiert nicht nur das Ende der Prequel Trilogie, sondern ist auch der letzte Teil der Serie in der Professor Layton als Hauptdarsteller fungieren wird.

Die Geschichte knüpft an die Geschehnisse von Professor Layton und die Maske der Wunder an. Demnach befinden sich die Aslant Reliquien im Besitz einer mysteriösen Organisation namens Targent, welche diese zu ihrem eigenen Vorteil einsetzen will. Doch damit nicht genug versucht auch der Rivale von Targent, Jean Descole, die Reliquien zu seinem Vorteil einzusetzen. Die Geschichte folgt Professor Hershel Layton, seiner Assistentin Emmy Altava und seinem Lehrling Luke Triton, als sie sich auf die Reise nach Snøborg machen, um eine lebendige Mumie zu untersuchen. Was sie dort vorfinden ist jedoch keine Mumie, sondern ein Mädchen namens Aurora, welche sich als Aslanti entpuppt und von einem Schatz der ehemaligen Zivilisation erzählt. Die Gruppe macht sich nun auf das Mysterium hinter der Aslanti Zivilisation zu lösen und den Schatz zu finden.

Auf dem Weg zur Lösung des Mysteriums warten naturgemäß viele Rätsel darauf von euch gelöst zu werden. Das Gameplay ist dabei ähnlich dem des Vorgängers. Während man auf dem oberen Bildschirm die Szene des aktuellen Standortes sieht, kann man auf dem Touchscreen verschiedene Aktionen ausführen. Aktiviert man das Lupensymbol kann man die aktuelle Szene untersuchen, wobei sich die Lupe bei interessanten Punkten verfärbt. Durch das Antippen dieser Position kann man damit interagieren und kontextabhängige Aktionen auslösen.

So erfährt man beispielsweise die Gedanken der Charaktere zu einem bestimmten Gegenstand, kann versteckte Münzen finden, die man in weiterer Folge für die Rätseltipps ausgeben kann, mit anderen Charakteren interagieren oder auch neue Rätsel finden. Im Laufe des Spiels erhält die Lupe auch noch weitere Fähigkeiten wie beispielsweise das Hineinzoomen in die Szene oder das Finden von Kuriositäten.

Das Herzstück sind nach wie vor die unzähligen Rätsel, die in der Welt von Professor Layton auf euch warten. Durch das Lösen von Rätseln erhält man Pikarat, wobei die Höhe des Betrages proportional zur Schwierigkeit steigt. Mit jeder falschen Antwort, die man bei einem Rätsel gibt, sinkt dessen Pikarat-Wert, wobei es einen fixen Minimalwert gibt. Die Rätsel selbst sind äußerst vielfältig und abwechslungsreich. Hat man Probleme ein Rätsel zu lösen, so kann man sich – wie bereits erwähnt – durch den Einsatz von Rätselmünzen bis zu vier Tipps pro Rätsel kaufen.

Während manche Rätsel gelöst werden müssen, um in der Geschichte voranzukommen, sind viele der Kopfnüsse optional und können zu jedem beliebigen Zeitpunkt abgeschlossen werden. Darüber hinaus kann man jedoch auch jedes bereits abgeschlossene Rätsel jederzeit wiederholen. Neben den eher ruhigen Rätseln gibt es zwischendurch auch actiongeladenere Sequenzen, in denen der Professor beispielsweise schwingenden Haken ausweichen oder Drohnen abschießen muss.

Über den Touchscreen hat man auch Zugriff auf den Koffer des Professors, der als Spielmenü dient. Hier kann man sich allerlei Notizen und Informationen zu Geheimnissen ansehen, sowie den Rätselindex zu Rate ziehen. Im Laufe des Spiels werden hier auch verschiedene Minispiele freigeschaltet. In Blumengarten muss man einen Garten wieder zum Erblühen bringen indem man Blumen mit unterschiedlichen Eigenschaften geschickt platziert und Kettenreaktionen auslöst.

Auf der Walnussbahn hingegen muss man als Eichhörnchen eine Nuss mit Hilfe der Umgebung ins traute Heim befördern. Diese Rätsel finden, anders als die anderen Rätsel, im dreidimensionalen Raum statt. Das dritte Minispiel im Bunde nennt sich Prêt-à-porter und ist wenig Rätsel-lastig. Vielmehr muss man hier lediglich Outfits für Charaktere nach deren Wünschen zusammenstellen.

Im Gegensatz zu früheren Professor Layton-Teilen ist Professor Layton und das Vermächtnis von Aslant ausladender und weniger linear aufgebaut. Immerhin hat man die Möglichkeit jederzeit zwischen den verschiedenen Orten hin und her zu reisen, um sich erneut dort umzusehen und vielleicht auch noch neue Dinge zu entdecken.

Grafisch präsentiert sich das Spiel in einer feinen 2D-Grafik mit detaillierten Szenen und liebevoll gestalteten Umgebungen. Die Zwischensequenzen wissen durch hochwertige Animationen zu gefallen. Beim Sound gefallen die sehr gute deutsche Synchronisation und der ausgezeichnete Soundtrack von Tomohito Nishiura, der mit klassischen Klängen verzaubert.

Fazit

Professor Layton und das Vermächtnis von Aslant ist der würdige Abschluss der Geschichte rund um Professor Hershel Layton. Für das Finale haben die Entwickler von Level-5 keine großen Risiken auf sich genommen und liefern ein solides Spiel mit unzähligen Rätseln, welche die graue Masse in Bewegung bringen. Sehr gut gefallen auch die feine Ausdrucksweise in den Dialogen, sowie die Möglichkeit sich frei zwischen den verschiedenen Orten umherbewegen zu können.

Pro

  • Abwechslungsreiche Rätsel
  • Ausgezeichneter Soundtrack
  • Wunderschöne Präsentation
  • Freies Reisen zwischen den Orten möglich
  • Sehr gute Geschichte

Contra

  • Prêt-à-porter passt nicht zum restlichen Spiel
  • Kaum Neuerungen

8,5/10

Über den Autor

Kilian R.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.