Ich weiß noch wie ich im Kino saß und der Film Pacific Rim auf die Leinwand projiziert wurde. Gigantische Roboter kämpften auf der hohen See oder in Großstädten gegen furchterregende Aliens aus einer anderen Dimension. Während der rockige Soundtrack im Hintergrunds spielte und die zwei Brüder sich bereit machten ihren Roboter, „Gipsy Danger“ genannt, zu besteigen, ging mir ein Gedanke durch den Kopf. Ich dachte mir, wie geil es wohl wäre, aus diesem Konzept ein Videospiel zu machen. Ein Kampf- oder Wrestlingspiel, in dem man die Kontrolle über diverse Roboter und Aliens übernimmt. Diesen Gedankengang teilten scheinbar auch die Jungs von Yuke´s, denn die haben sich dafür entschieden das in die Tat umzusetzen. Yuke´s ist ein kredibles Entwicklungsstudio, dass sich auf Wrestling Spiele spezialisiert hat. Also rein oberflächlich betrachtet ist dies die ideale Kombination.

Dieses Spiel beginnt wie die meisten auch, mit einem kurzen jedoch optionalen Tutorial in dem die grundlegenden Mechaniken erklärt werden. Doch, was als aller erstes auffällt, ist nicht etwa die träge Steuerung, oder das simpel designte Kampfsystem, nein als aller erstes fällt einem der miserable Sound auf. Der Kampf klingt nicht wie der zweier, tausender von Tonnen schwerer Kolosse die sich inmitten des Pazifiks versuchen gegenseitig die Köpfe abzureißen. Nein es klingt mehr so, als ob ein kleiner Junge mit einem Stab auf einen metallenen Gegenstand prügelt.

Die Steuerung ist sehr simpel. Die X und Y Knöpfe sind für Angriffe mit der rechten und linken Hand reserviert, bei Drücken des B-Knopfes wird ein schwerer Angriff entfesselt, der den Gegner umhauen kann und die Chance bietet ein paar freie Schläge zu landen, während der Widersacher auf dem Rücken liegt. Zusätzlich zu der Grundsteuerung hat man auch noch zwei Spezialangriffe und einen Fernangriff. Jede dieser Attacken verbraucht Energie, die sich im Laufe des Kampfes aufbaut. Hat man die Energieleiste zu 100% gefüllt kan ein fataler Angriff entfesselt werden, der, wenn er landet, ein K.O Treffer ist. Es ist sehr einfach das Kampfsystem zu lernen und auch Spieler, die noch nie etwas mit Kampfspielen zu tun hatten, können sich das Pad greifen und werden in wenigen Minuten verstehen, wie das Spiel funktioniert. Das Problem jedoch ist das sich jeder Character identisch steuert, und keinerlei Chance bietet interessante Kombinationen, wie wir sie aus Tekken oder Dead or Alive kennen, zu kreieren.

Während des Kampfes bewegt man sich im drei dimensionalen Raum und kann mit der Umgebung interagieren. Als Beispiel, wenn man seinen Konkurrenten in die Ecke drängelt und es schafft ihn mit einem schweren Angriff zu treffen wird er entweder gegen einen Eisberg oder ein Gebäude geschleudert. Das ist recht schön inszeniert und fühlt sich befriedigend an, wird aber durch den Mangel an unterschiedlichen Hintergründen leider schnell langweilig.

Der Singleplayer besteht aus zwölf Missionen, durch die man sich kämpfen kann. Man bekommt aber nicht ständig neue Gegner vorgesetzt, sondern vielmehr kehren dieselben Gegnertypen in einer stärkeren Version immer wieder. Die Kampagne startet recht gemählich, zieht aber relativ bald das Tempo an.Im Multiplayer kann man sich zwischen lokalem und online Multiplayer entscheiden. Die offline Option ist genau so, wie man sich den lokalen Multiplayer eines Prügelspiels vorstellt: man wählt die Kämpfer, die Arena und stürzt sich in den Kampf. Will man online Spielen muss man sich für eine von drei Fraktionen entscheiden. Jede der Fraktionen gewährt einen gewissen Bonus. Leider konnte ich es nicht schaffen eine Session zu finden, und kann so leider nicht viel mehr über den online Multiplayer sagen.

Das Charakterdesign ist sehr schön, was aber mehr dem Film als dem Spiel zu verdanken ist. Sowohl die sogenannten Titans als auch die ein wenig an Godzilla erinnerneden Monster sind 1:1 aus dem Film übernommen. Leider können die Hintergründe mit den Charakteren nicht mithalten, denn sowohl die Meere als auch dich Städte sind sehr detailarm und mit einem nebeligen Schimmer überzogen.

Die Erfahrungspunkte, die man durch die Kämpfe aus dem Single- und Multiplayer ergattert, können in verschiedene Upgrades und optische Veränderungen investiert werden. Doch hier liegt der Hund begraben. Denn sollten einem die Erfahrungspunkte ausgehen, ist es möglich weitere zu kaufen. Aber die Mikrotransaktionen beschränken sich nicht nur auf die Erfahrungspunkte, sondern es stehen auch Designs und Arenen zum Verkauf.

Fazit

Pacific Rim bietet ein interessantes Kampfsystem, und versucht nicht wie viele andere Filmversoftungen den Film nach zu erzählen, sondern gibt sich Mühe etwas eigenes zu erschaffen. Trotz der noblen Ambitionen kann sich Pacific Rim leider nicht von herkömmlichen Lizenzspielen abheben, vielmehr ist es nur eines von vielen.

Pro

  • Gutes Kampfsystem
  • Interaktive Umgebungen
  • Schöne Character Modelle

Contra

  • Langweiliger Singleplayer
  • Montone Arenen
  • Schlechter Sound
  • Mikrotransaktionen

5/10

Über den Autor

Andrej

Mein Name ist Andrej, ich komme aus Kärnten. Gaming zu einer meiner ganz großen Leidenschaften. Ich spiele alle Arten von Games, da ich der Meinung bin dass es in jedem Genre tolle Spiele gibt die es Wert sind zu spielen. Die Mass Effect und Uncharted Reihe sind derzeit meine liebsten Franchises obwohl The Legend of Zelda immer einen ganz besonderen PLatz in meinem Herzen haben wird.

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