Ich habe mich schon immer gefragt wie es wäre wenn mein Vater ein Oktopus wäre, und es aber keiner merken würde. Ich stelle mir das sehr problematisch vor, man könnte nichts Zerbrechliches im Haus haben, keine Meeresfrüchte essen und würde beim Einkaufen ständig verdutzte Blicke ernten. Ich glaube ich würde keinen Oktopus als Vater wollen obwohl die beiden Kinder, deren Namen mir gerade entfallen sind, damit scheinbar kein Problem haben. Aber jetzt mal im Ernst, die Frage bei Octodad: Dadliest Catch ist ob die obskure Prämisse und der Humor über mehrere Stunden tragen können. Octodad: Dadliest Catch ist ein One Trick Pony durch und durch, was bedeutet es macht nur eine Sache und diese Sache die ganze Zeit. Jeder der den Trailer auf Sonys E3 Presse Konferenz gesehen hat weiß was mit Octodad auf ihn zukommt. Und der Trailer beschreibt 90 Prozent des Spiels, denn bei Octodad: Dadliest Catch handelt es sich um ein sogenanntes QWOP Spiel, das den Spieler vor alltägliche Aufgaben stellt und durch die wirre Steuerung witzige Situationen erzeugt. Das Schöne dabei ist, dass jeder Spieldurchgang ein wenig anders sein wird und dadurch eine gewisse Wiederspielbarkeit gewährleistet wird, vor allem wenn Freunde zu Besuch vorbeikommen. Es scheint ohnehin so als wäre das Spiel um den Gedanken herum designed worden, dass sich ein paar Freunde für eine halbe Stunde zusammensetzen, ein wenig lachen und zum nächsten Spiel übergehen, denn lange kann Octodad einen nicht bei der Stange halten und wird sehr schnell sehr langweilig. Bei Spielen mit stilisierter Grafik wird selten Kritik an der Optik des Spiels geübt, meistens heißt es dann: „Ja es passt schon so wie es aussieht, es ist so gewollt“. Aber was ist wenn das gewollte einfach nicht gut ausschaut? Das ist bei Octodad nämlich der Fall. Die Entwickler haben sich für Modelle mit einer niedrigen Polygonzahl entschieden, was bei kleineren Entwicklern wegen des geringeren Aufwands oft der Fall ist, und das kann auch oftmals richtig cool aussehen. Dies ist bei Octodad leider nicht der Fall, die Charaktere im Spiel sehen einfach nicht gut aus und sind bis auf Octodad auch nur mäßig animiert. Die Level hingegen bestechen durch die Interaktivität und beinhalten tolle Easter Eggs das ganze Spiel hindurch. Was den Inhalt angeht hat Octodad einiges zu bieten, zwar ist die Hauptstory in weniger als 3 Stunden erledigt, falls man nicht unbedingt alles einsammeln und erforschen will. Doch solltet ihr Gefallen am Gameplay finden ist es euch möglich, mit bis zu drei Freunden die gesamte Story im Koop-Modus durch zu holzen, wobei sowohl die DualShock 4  als auch Move Controller benutzt werden. In diesem Modus steuert jeder Spieler eine Gliedmaße, was den Schwierigkeitsgrad gleich mal um ein Vielfaches steigert und einen in sehr witzige Situationen bringt. Neben dem Koop-Modus kann man versuchen einzelne Level so schnell wie möglich durchzuspielen, und vielleicht sogar die Rekorde der Entwickler brechen. Octodad_Screen

Fazit

Alles in allem ist Octodad: Dadliest Catch ein Spiel das denselben Witz knapp 3 Stunden lang erzählt und dabei irgendwie das ganze Drumherum vergisst. Klar ist es witzig sich als Oktopus unter Menschen zu schleichen, eine Familie zu gründen (wie ging die Zeugung der Kinder vonstatten?) und dann an den einfachsten Aufgaben des Alltags zu scheitern, doch das wird leider sehr schnell alt und dann schwappt die Komik zu Frust über.

Pro

  • Witzig

Contra

  • Witzig
  • Frustmomente

7/10

Über den Autor

Andrej

Mein Name ist Andrej, ich komme aus Kärnten. Gaming zu einer meiner ganz großen Leidenschaften. Ich spiele alle Arten von Games, da ich der Meinung bin dass es in jedem Genre tolle Spiele gibt die es Wert sind zu spielen. Die Mass Effect und Uncharted Reihe sind derzeit meine liebsten Franchises obwohl The Legend of Zelda immer einen ganz besonderen PLatz in meinem Herzen haben wird.

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