EA Sports feiert mit dem aktuellen Ableger der Madden NFL Reihe den 25. Geburtstag der Football-Simulation. Unglaubliche 25 Jahre ist her, dass zum ersten Mal, die nach Fotball Legende John Madden benannte Simulation, ihren Weg in die Regale gefunden hat. In diesem Test erfahrt ihr, ob es einen Grund zum Feiern gibt.

Falls ihr bereits den Vorgänger gespielt habt, werdet ihr erst auf den ersten Blick kaum Veränderungen erkennen. Jedoch hat sich aber einiges getan und nach einigen Spielen ist klar, dass sich die Spielmechaniken auf dem Feld besser verknüpfen. Man versucht in diesem Teil vor allem in den Bereichen Physik und Steuerung im Vergleich zum Vorgänger noch eine Schippe draufzulegen, ohne das Gameplay jedoch zu stark zu verändern. Um all dies zu verwirklichen, wurde die Infinity Engine auf die nächste Stufe gehoben und mit Hilfe der Infinty Engine 2 können die Spieler so realitätsnah wie noch nie auf dem Feld zur Sache gehen. Vor allem die Körperkontakte mit den Gegenspielern fühlen sich realer an den je. So kann man zum Beispiel nach einem Tackle mit etwas Glück noch das Gleichgewicht halten und noch einige Yards gut machen. Aber auch Fehler wie umherfliegende Körperteile wie noch im Vorgänger wurden ausgemerzt und so fühlt sich Madden besser an als je zuvor. Mit Hilfe des „Run Free“ Features lassen sich die Ballträger nun viel präziser steuern, als noch im Vorgänger. Zusammenstöße mit den Kontrahenten werden mit dem Force Impact“-System berechnet, das der Impact-Engine aus FIFA ähnelt.

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Ein weiteres Feature, das Madden von dem Vorgänger unterscheidet, ist der sogenannte „Owner Modus“. Hier spielt ihr den Besitzer eines Vereins und kümmert euch um alle Einzelheiten. So müsst Ihr Personal einstellen, euch um das Stadion, so wie den Platz kümmern und die Finanzen regeln. Sogar einige Features aus älteren Teilen wie das „Fantasy-Draft“, das die ganzen Kader durcheinander wirft, wurden wieder implementiert. Natürlich könnt Ihr auch wieder in die Rolle eines Trainers schlüpfen und euer Team zum Superbowl führen.

Natürlich gibt es neben der Online-Karriere auch noch andere Spielmodi, wie das gängige Team Play, in dem Ihr mit 3 Spielern gegen 3 Gegenspieler antretet, oder aber der Modus „Moments Live“, in dem Ihr spektakuläre Situationen der aktuellen Saison auf dem virtuellen Rasen nachspielt. Über den Menüpunkt „Share“ kann man nun nicht nur Ergebnisse auf Facebook & Co. veröffentlichen, sondern ganze Spielinhalte und Kader.

Wer nun einen Quantensprung in puncto Grafik erwartet, wird leider enttäuscht. Das neue Madden nutzt zwar die Infinty Engine 2, die sich auch hervorragend um die Physik kümmert, aber in Sachen Grafik dann doch keine Schippe drauflegen kann. Die Unterschiede zum Vorgänger sind eher marginal und kaum bemerkbar. Trotzdem sind die Animationen, seien es Sprünge oder Drehungen, wieder sehr gut gelungen. Soundtechnisch bewegt sich das Spiel wieder auf hohem Niveau. Stimmungsvolle Soundeffekte und das Reportertrio lassen einem in das Spiel eintauchen.

 

Fazit

Wer zum ersten Mal zu Madden greift, wird sich mit Sicherheit nur schwer einfinden. Die Verbesserungen der Jubiläumsausgabe finden sich nur im Detail. Das Gameplay wurde angenehm verbessert und nun lassen sich die Spieler auf Punktgenau steuern. Nervige Fehler wurden mit der neuen Engine ausgemerzt und so findet man unterm Strich ein solides Madden vor. Jedoch hätte man sich auch mehr von einer Jubiläumsausgabe erwarten können, als nur ein paar Verbesserungen im Detail.

 

Pro

  •  Sinnvolle Verbesserungen
  • Lizenzierte Mannschaften und Stadien
  • Animationen wirken authentischer
  • Kaum Physikfehler

 

Contra

  •  Unterm Strich nichts neues
  • Kommentatoren auf Dauer nervig

 8/10

Über den Autor

Ralph T.

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