Die Wartezeit war lang und hart, doch nun ist es endlich soweit. Neben dem ganzen Next-Gen Wahnsinn, freute ich mich ganz besonders auf einen Titel. Ein Spiel das mich nicht nur in eine nostalgische Stimmung versetzt, sondern auch mit neuen Features punkten kann. Ein Spiel das sich gleich spielt wie sein Vorgänger und doch ganz anders ist. Die Rede ist von The Legend of Zelda: A Link Between Worlds. Mit einer großen Vorfreude und mit einer noch größeren Hoffnung nicht enttäuscht zu werden, schnappte ich mir das Spielgerät und tauchte ein, in die Welt von The Legend of Zelda und machte einen längeren Ausflug nach Hyrule. Ob der Titel die hohen Erwartungen der langjährigen Fans erfüllen kann, erfährt ihr in unserem Test.

Bei The Legend of Zelda: A Link Between Worlds handelt es sich um ein Sequel, zum 1991 erschienen, The Legend of Zelda: A Link to the Past. Der Vorgänger erschien für den Super Nintendo und gilt bei Zelda Anhängern, zu einem der beliebteren Teile der Serie. Hyrule und somit die Spielwelt ist beim neuen Ableger zwar dieselbe, aber man steuert einen anderen Link und das Geschehen spielt sich in einer anderen Zeitspanne ab.

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Die Geschichte des Spiels beginnt wiedermal im Bett, während unser kleiner Held noch in Träumen schwelgt. Link, der in „A Link Between Worlds“ ein Schmidlehrling ist, wird vom Meister rausgeschickt um einen königlichen Soldaten zu suchen. Kurz darauf erscheint der Bösewicht Yuga, der mit einer mysteriösen Zauberkraft, Schwester Seres in ein Gemälde verwandelt und Link vorerst besiegt. Wieder bei Bewusstsein meldet unser Held die Ereignisse sofort bei Prinzessin Zelda.  Daraufhin überschlagen sich die Ereignisse und eine packende Story, mit vielen Wendungen und Überraschungen, kommt ins Rollen.

Zu Beginn von „A Link Between Worlds“ erkennt man die große Ähnlichkeit zum Vorgänger. Die Landschaftskarte der Oberwelt, ist mit der von „A Link to the Past“, so gut wie ident und viele Häuser und Eingänge sind an denselben Orten platziert worden.  Das erste Gänsehauterlebnis kam, speziell bei mir, schon sehr früh im Spielgeschehen. Link wacht auf, geht vor die Tür und die großen Landschaften Hyrules liegen einem vor den Füßen. Das eigene Haus ist am selben Ort wie damals, nur in einer aufpolierten Optik. Große Felder, das schöne Dörfchen Kakariko, unzählige Höhleneingänge  und viele Geheimwege, die noch erkundet werden müssen, wecken gleich am Anfang das Entdeckungsgen.

Grundsätzlich hat das Spiel zwei große Neuerungen zu bieten, die das Zelda-Universum in einem neuen Licht erstrahlen lassen.  Zum Ersten kann sich Link erstmals in ein Gemälde verwandeln und zum Zweiten, wird durch das neue Item-System, eine der Grundregeln von Zelda-Spielen gebrochen. Durch ein spezielles Armband und durch diverse Umstände im Spielgeschehen wird es unserem Helden erlaubt, sich in ein Portrait seiner selbst zu verwandeln und auf Wänden entlang zu gleiten. Eine vertikale Bewegung ist dabei leider nicht möglich, das bedeutet Link kann sich auf Wänden nur seitlich fortbewegen.

Die größte Neuerung stellt aber das neue Itemsystem dar. Relativ früh im Spiel nistet sich der liebe Ravio in Links zuhause ein und eröffnet dort seinen Item-Shop. Das interessante daran ist jedoch, dass es im neuen Zelda, keinen vorgesehenen und linearen Weg gibt, um das Spiel durchzuspielen. In Ravio´s Shop kann man sich alle Items schon am Anfang des Spiels ausleihen und hat somit die Möglichkeit jedes Dungeon, ohne eine spezielle Reihenfolge, zu meistern. Dieses neue Feature hört sich vielleicht für einige Zelda Fans etwas merkwürdig an, funktioniert aber in der Praxis brillant. Ohne den üblichen, geradlinigen Ablauf des Spiels, fühlt man sich viel freier in der Handlung und kann sein eigenes Spiel individuell bestreiten. Hat man sich das passende Objekt für einen Dungeon ausgeliehen und wird im Anschluss darauf besiegt, ist das Item verschwunden und Link muss zurück zu Ravio, um sich die fehlende Waffe erneut zu borgen.

Dies ist jedoch leichter gemacht als man denkt, denn bei The Legend of Zelda: A Link Between Worlds ist es möglich, sich zu gewissen Speicherpunkten fliegen zu lassen, dadurch werden auch längere Wege, die keinen Sinn machen würden, gemieden. Apropos Speicherpunkte, denn diese haben sich beim neuen Zelda auch grundlegend verändert. Konnte man noch beim Super Nintendo Titel überall und immer das Spiel speichern, ist dies beim neuen Ableger nicht mehr so. Link muss Speicherpunkte finden und kann an besagten Stellen das Spielgeschehen sichern und sobald der Punkt gefunden ist, kann er auch jederzeit dorthin fliegen (mit Hilfe einer Hexe).

Optisch handelt es sich wahrscheinlich um einen der schönsten Zelda Titel. Die gesamte Oberwelt macht einen wunderschönen Eindruck und der 3D-Effekt, des Nintendo 3DS, macht bei diesem Spiel auch Sinn. Speziell in manchen Dungeons, in denen Link zwischen mehreren Ebenen wechseln muss, sieht der 3D Effekt wunderschön aus. Sehr gut und passend zur Serie, sieht auch die Charakterdarstellung aus. In den Zwischensequenzen kann man gut erkennen, wie viel Mühe sich Nintendo in der Charakterentwicklung gegeben hat, denn Link sieht auf dem 3DS besser aus, als je zuvor.

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Ein Feature das auch im neuesten Teil berücksichtigt wurde, ist das Reisen zwischen zwei Welten. Neben vielen Erkundungen in Hyrule, kann man auch die Schattenseite Lorule besichtigen und viele dunkle und düstere Landschaften begutachten. Das Reisen funktioniert aber ein wenig anders, als bei „A Link to the Past“, denn hier wurde das Gameplayelement der Gemäldeverwandlung sinnvoll eingebracht. An gewissen Stellen, der Mauern und Wände, sieht man eine Art Dimensionsspalte. Verwandelt man sich in ein Portrait und klettert durch die Spalte, wechselt man zwischen beiden Welten hin und her.

Fazit

Mit The Legend of Zelda: A Link Between Worlds ist Nintendo ein weiterer Geniestreich im Zelda-Universum gelungen. Das, wie zu Beginn vermutet, hübschere „A Link to the Past“ ist ganz und gar ein neues Spiel. Alte Stärken der Zelda-Serie wurden perfekt fortgeführt und neue und sinnvolle Elemente wurden eingeführt. Ein derart neues und individuelles Spielerlebnis habe ich mir vom 3DS Ableger nicht erwartet. Die Gemäldeverwandlung und das neue Item-System bringen der Serie einen neuen Pepp und langjährige Zelda-Fans dürfte schon der nostalgische Beigeschmack, bei den Erkundungen Hyrules genügen. Trotz den beiden Next-Gen Konsolen und der vielen Spiele, die dieses Jahr schon erschienen sind, kann ich sagen: The Legend of Zelda: A Link Between Worlds ist für mich, das Spiel des Jahres. Diesen Pflichttitel sollte sich keiner entgehen lassen.

Pro

  • Tolles Charakterdesign
  • Beide Welten optisch gelungen
  • Nostalgie Pur
  • Guter 3D-Effekt
  • Innovative Features
  • Stimmiger Soundtrack

Contra

  • Schwierigkeitsgrad leichter als beim Klassiker

10/10

 

Über den Autor

Anel.K

Mein Name ist Anel Kubat, ich wohne in Salzburg und bin Redakteur bei nextgen.at. Ich mag so ziemlich alle Arten von Games, doch am liebsten spiele ich RPGs.

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