Bereits seit der PlayStation ist die Killzone-Serie ein fixer Bestandteil von Sonys Konsolen und Handhelds. Darum ist es wenig verwunderlich, dass auch die PS Vita mit einem Teil der Serie bedacht wird. Killzone: Mercenary ist damit der insgesamt fünfte Teil der Reihe und nach Killzone: Liberation für die PSP, der zweite Teil der für ein Handheld erscheint. Ein interessantes Detail am Rande ist auch der Entwickler, denn erstmals wird ein Killzone-Spiel nicht direkt von Guerilla Games, sondern von Guerilla Cambridge entwickelt. Während das Spiel bei uns am 4. September erscheinen wird, hatten wir bereits jetzt die Möglichkeit einen Blick darauf zu werfen.

Man schlüpft in die Rolle von Arran Danner, der sich als Söldner verdingt und dabei sowohl für die ISA als auch für die Helghast in den Kampf zieht. In unserer Vorabversion befinden wir uns auf einer Mission für die ISA und müssen die Luftabwehranlagen der Helghast umgehen, um sie daraufhin gegen sie einsetzen zu können. In guter alter Killzone-Manier sind wir mit einer Handfeuerwaffe, einem Maschinengewehr und Granaten ausgerüstet, können jedoch natürlich auch auf Nahkampfmanöver und leise Kills zurückgreifen. Letztere verlangen den Einsatz des Touchscreens, indem man in der vorgegebenen Richtung darüberwischt, damit der Kill ausgeführt werden kann.

Anders als in anderen Teilen der Killzone-Reihe, lassen Gegner diesmal keine Waffen fallen, mit denen man sich in weiterer Folge ausrüsten kann. Vielmehr findet man Ausrüstungskisten, über die man mit einem Waffenhändler kommunizieren und seine Ausrüstung anpassen kann. Neben verschiedenen Waffen und Granaten kann man hier auch unterschiedliche Kampfrüstungen erstehen, die verschiedene Eigenschaften besitzen und individuelle Taktiken unterstützen. So verfügt ein Infiltrator beispielsweise eine bessere Mobilität und Geräuschunterdrückung, dafür aber eine geringere Verteidigung.

Natürlich ist der Waffenhändler kein herzensguter Mann, der seine Ware verschenkt, sondern jeder Gegenstand kostet bares Geld, das man während der Mission verdient. Wie zu erwarten gibt es hierbei für jeden Kill etwas Geld auf das Konto, wobei leise Kills, Kopfschüsse oder ähnliche Sonderaktionen mehr Bares bringen, als schnödes Abschießen.

Neben den bekannten Waffen verfügt man auch noch über ein Van-Guard zur Unterstützung. Je nachdem welche Zusatzeinheit man hier ausgerüstet hat kann man beispielsweise eine Drohne starten, diese steuern und Gegner im Nahkampf unschädlich machen. Eine andere Einheit ermöglicht das Bombardement von Gegnern aus der Luft und eine wieder andere Einheit gewährt einen Tarnanzug. Der Einsatz des Van-Guard ist natürlich zeitlich begrenzt und hat nach einem Einsatz eine Abkühlzeit.

Eine praktische Neuerung ist die im linken unteren Eck angesiedelte Minimap, die nicht nur eine gute Übersicht bietet, sondern auf der auch Gegner und Waffenkisten eingezeichnet sind. So kann man sein weiteres Vorgehen gegen etwaig anwesende Feinde und auch die nächste Shoppingpause planen.

Im Großen und Ganzen entspricht die Steuerung dem gewohnten Schema von der Konsole. Da die PS Vita aber über weniger Tasten verfügt, wurden ein paar Funktionalitäten auf den Touchscreen verlegt. Der Waffenwechsel geschieht nun durch das berühren des Wechselsymbols und durch einen Druck auf die Granate, wird diese ausgerüstet und kann sogleich geworfen werden. Da sich diese Icons am rechten Bildschirmrand befinden sind sie bequem mit dem Daumen erreichbar und können auch in hitzigen Situationen schnell und zielsicher eingesetzt werden.

Killzone: Mercenary

Grafisch weiß Killzone: Mercenary mit klaren Texturen und den gewohnt guten Modellen und Animationen zu gefallen. Was hierbei jedoch negativ aufgefallen ist, sind unschöne Artefakte bei weiter entfernten Rauch- und Feuereffekten, die einem leider ins Auge springen. Abgesehen davon finden sich vor allem auf Bedienfeldern und virtuellen Konsolen nicht ganz so detaillierte Texturen. Der Sound weiß mit einer gelungenen englischen Synchronisation und vollen Waffensounds zu überzeugen.

Schwer einzuschätzen ist zu diesem Zeitpunkt das Gameplay. In der von uns gespielten Mission wurden wir quer durch das Areal geschickt, um verschiedene kleine Aufgaben zu absolvieren. Währenddessen wurden wir natürlich immer wieder von Gegnern „überrannt“, die jedoch recht leicht auszuschalten waren. Vor allem an einer Stelle der Mission konnte man sich an einen Geschützturm stellen und konnte die nachrückenden Helghast gemütlich abschießen. Hat man die neu auftauchenden Gegner immer zügig erledigt, war man selbst nie wirklich in Gefahr. Ein wenig Arbeit an der KI würde hier sicher helfen.

Der größte Kritikpunkt ist jedoch das Ruckeln des Spiels. In schöner Regelmäßigkeit friert das Spiel für wenige Sekunden ein, was den Spielfluss natürlich ungemein bremst. Dabei scheinen die Ruckler nicht unbedingt mit einem großen Gegneraufkommen zusammenzuhängen, sondern auch in scheinbar ruhigen Momenten aufzutauchen.

Fazit

Killzone: Mercenary versucht auf der PS Vita in die Fußstapfen der Konsolenbrüder zu treten. Nach dem kurzen Anspielen des Titels kann man sagen, dass es ihm auch teilweise gelingt. Auf der Plusseite finden sich Grafik, Steuerung und Gameplay, die an die erfolgreichen Konsolentitel erinnern. Auf der Minusseite finden sich recht schwach wirkende KI, sowie die Gegnerwellen, die sich gezwungen anfühlen und kaum Überraschungen bieten. Alles in Allem hat Killzone: Mercenary potential ein überzeugender Shooter zu werden, wenn in der Endversion die Schwächen behoben und vor allem das Ruckeln ausgemerzt werden.

Gefällt bereits jetzt

  • Sehr gute Steuerung
  • Schöne Grafik
  • Van-Guards bringen taktische Möglichkeiten

Muss noch verbessert werden

  • Ruckeln
  • Artefakte bei weiter entfernten Rauch- und Feuereffekten
  • KI

Über den Autor

Kilian R.

3 Responses

  1. gamesart

    servus, habe selber das game testen können und habe keine ruckler feststellen können, einzig immer wenn man magazine aufhebt gibt es einen kurzen gameplaystop, der mich anfänglich auch verwirrte weil ich das ebenfalls als ruckler wahrgenommen habe aber das scheint gewollt.

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    • Kilian R.
      Kilian R.

      ich muss gestehen mich nicht erinnern zu können, ein magazin aufgehoben zu haben. bei mir kamen die ruckler tatsächlich während des spiels daher. ich werd mir die preview nochmal anschauen und das überprüfen.

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    • Kilian R.
      Kilian R.

      soda, ich hab die preview gestern nochmals gespielt und hatte erneut ruckler während des spiels.

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