Invizimals: Das verlorene Königreich ist der erste Teil der Serie, der nicht für ein Handheldsystem sondern eine Heimkonsole, in diesem Fall die PS3, erscheint. Der Titel wird zusammen mit Invizimals: Das Bündnis für die PS Vita am 26. Februar erscheinen. Wir hatten bereits jetzt die Möglichkeit das Spiel zu testen und uns einen Eindruck davon zu verschaffen.

Man schlüpft in die Rolle von Hiro, der durch ein Schattentor in das verlorene Königreich, der Heimat der Invizimals, reist. Dort angekommen ist es eigentlich seine Aufgabe mehr über die Invizimals herauszufinden und für eine gute Beziehung zwischen den Welten zu sorgen, doch bereits nach kurzem trifft er auf die ersten Angehörigen einer Roboterarmee, welche die Heimat der Invizimals beraubt. Nun ist es an euch die soeben neu entdeckte Welt vor der Ausbeutung zu retten.

Um euch gegen die fiesen Bösewichte erwehren zu können, habt ihr die Möglichkeit euch in verschiedene Invizimals zu verwandeln wodurch ihr auf deren Kräfte und Fähigkeiten zugreifen könnt. Insgesamt könnt ihr euch im Laufe des Spiels in 16 verschiedene Invizimals verwandeln, wovon sich jeweils 2 eine besondere Eigenschaft teilen. Deren Kraft erhaltet ihr jedoch nur dann, wenn ihr sie von eurer Stärke überzeugen könnt. Dazu müsst ihr einen durchaus gut inszenierten Kampf mittels Quick Time Events erfolgreich absolvieren.

Die verschiedenen Fähigkeiten der Invizimals benötigt man, um die verschiedenen Level bewältigen zu können. So kann man als Ocelotl beispielweise steile Wände erklimmen oder als Minotaur Barrikaden zerstören, die ein Weiterkommen verhindern. Euer Abenteuer bestreitet ihr dabei nicht nur an Land, sondern auch unter Wasser, wo ihr mit Tigersharks Tauchfähigkeit auf Erkundungstour gehen könnt. Auch der Himmel bleibt euch nicht verschlossen und so habt ihr in bestimmten Levels die Möglichkeit auf dem Rücken eines Drachen zu reiten.

Auf eurem Weg durch die unterschiedlichen Levels gibt es auch Z-Funken und Funken einzusammeln, die einerseits so oder in zerstörbaren Behältern zu finden sind. Während man die Funken in der außerhalb des Abenteuermodus zugänglichen Kampfarena benötigt, können die Z-Funken direkt eingesetzt werden. So kann man unter Verwendung der Z-Funken jedem Invizimals bis zu sechs Angriffe kaufen. Außerdem gibt es in den meisten Levels auch eine Tresortür, die man mit den Z-Funken öffnen kann, um die dahinterliegenden Schätze zu sammeln.

Den kaufbaren Attacken der Invizimals kann man entnehmen, dass man nicht ungestört durch das verlorene Königreich reist. Vielmehr stellen sich euch verschiedenste Roboter in den Weg, die euer Weiterkommen verhindern wollen. Sobald man von einem der Widersacher entdeckt wird wechselt man in den Kampfmodus, in dem man die Feinde mit normalen und Spezialangriffen bearbeiten kann. Letztere werden dabei in die Kategorien „Stärke“ und „Elan“ eingeteilt.

Während man einen Stärkeangriff jederzeit ausführen kann, muss man für einen Elanangriff zuerst einen Balken füllen, indem man Gegner verhaut. Ist der Balken voll kann man den starken Elanangriff ausführen. Natürlich hat man auch die Möglichkeit einen Schild zur Abwehr gegen gegnerische Angriffe einzusetzen.

Neben den bereits erwähnten Funken finden sich auch noch Heilpflanzen, die erwartungsgemäß die eigene Lebensenergie wiederherstellen wenn man sie einsammelt. Darüber hinaus gibt es auch noch dunkle Samen und Statuen zu finden. Hat man alle Statuen einer Art gefunden, schaltet man ein neues Pub in der Kampfarena frei. Sollte man einmal einen Sammelgegenstand übersehen haben, geht nicht gleich die Welt unter, da man bereits abgeschlossene Levels jederzeit erneut spielen kann.

Außerhalb des Abenteuers kann man auf die bereits mehrfach erwähnte Kampfarena zugreifen. Dort findet ihr alle im Abenteuermodus entdeckten Invizimals und könnt mit ihnen in Arenakämpfen gegen andere Invizimals antreten. Dabei übernehmt ihr direkt die Steuerung des jeweiligen Invizimals und müsst euch in einem Duell gegen den Gegner behaupten. Hier verfügt jede Kreatur über vier verschiedene Angriffe, die den Aktionstasten zugeordnet sind. Bei erfolgreichen Treffern, verliert der Getroffene Funken, die man tunlichst einsammeln sollte. Nach dem Kampf erhält man Erfahrungspunkte mit denen das Invizimal im Level aufsteigen kann.

Hat man genügend Erfahrung gesammelt entwickelt sich das Invizimals weiter und verändert damit nicht nur sein Aussehen, sondern lernt mitunter auch neue Angriffe. Durch Einsatz eines dunklen Samens kann man eine dunkle Variante des Invizimals erstellen. Die Funken, die man sowohl im Abenteuermodus als auch in der Kampfarena gesammelt hat, können dazu verwendet werden auf dem Marktplatz neue Invizimals oder Vekotren, die man im Kampf einsetzen kann, käuflich zu erstehen.

In der Kampfarena kann man sich aber nicht nur lokal mit Freunden oder computergesteuerten Gegnern messen. Vielmehr hat man auch die Möglichkeit mit Spielern aus aller Welt in einem Duell anzutreten. Wer Invizimals: Das Bündnis sein Eigen nennt, kann die beiden Spiele ebenfalls verbinden und via Cross Play gegeneinander antreten. Darüber hinaus hat man auch die Möglichkeit die jeweils gefangenen Invizimals beider Versionen miteinander auszutauschen.

Bei der Grafik gewinnt Invizimals: Das verlorene Königreich zwar keinen Preis, doch kann man sich auf durchaus gelungene Modelle und stimmige Umgebungen freuen, wobei es an gewissen Stellen zu clipping Fehlern kommt. Beim Sound hätte man durchaus mehr herausholen können. Die deutsche Synchronisation ist zwar solide, doch schaffen es die verschiedenen Hintergrundmelodien nicht, richtiges Abenteuerfeeling aufkommen zu lassen, sondern plätschern wenig aufregend im Hintergrund vor sich hin.

Das Gameplay wurde grundsätzlich gut umgesetzt, doch ist es sehr repetitiv. In jedem Level sammelt man Funken, kämpft regelmäßig gegen eine Gruppe von Robotern und setzt die unterschiedlichen Fähigkeiten der Invizimals ein, um einen Weg freizumachen. Leider wird das Ganze dann noch von der teils schlechten Kollisionsabfrage überschattet, wegen der man bei kleinen Unebenheiten hängen bleibt oder die einen gar durch festen Untergrund in den Tod stürzen lässt. Auch die Kamera ist nicht optimal, da man sie nicht frei steuern kann und das Spiel somit unübersichtlicher wird.

Fazit

Invizimals: Das verlorene Königreich bietet einen anderen Blickwinkel auf die Invizimals Serie. Musste man Invizimals bisher per Augmented Reality aufspüren und fangen, so kann man diesmal in die Welt der Invizimals eintauchen und sich sogar in 16 verschiedene Invizimals verwandeln. Leider wiederholt sich das Gameplay insgesamt sehr schnell und auch anhand des sehr leichten Schwierigkeitsgrades sieht man, dass sich der Titel vorwiegend an die jüngere Generation richtet. Unglücklicherweise hat das Spiel mit einer teilweise schlechten Kollisionsabfrage zu kämpfen, die oftmals zu unnötigen Toden führt. Invizimals-Fans werden aber auch mit diesem Spiel ihre Freude haben.

Pro

  • 16 verschiedene Invizimals mit eigenen Fähigkeiten
  • Sammelgegenstände
  • Off- und online Kampfarena
  • Invizimals-Tausch mit Invizimals: Das Bündnis

Contra

  • Repetitives Gameplay
  • Teils schlechte Kollisionsabfrage
  • Schwacher Sound
  • Keine frei bewegbare Kamera
  • Sehr leicht
  • Lange Ladezeiten

5/10

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