I wanna be a super hero I wanna fly so high, I wanna be a super hero be immortal and I’m never gonna die. Die Band Stereo Fuse spricht mir mit dem Song „I wanna be a Super hero“ direkt aus der Seele. Aber es ist für mich leider nicht möglich so etwas in der echten Welt jemals zu erreichen, denn ich bin weder super reich noch super schlau und habe eine Riesenangst vor Spinnen. Der einzige weg wie ich zu einem Superhelden werden kann ist durch das Medium der Videospiele. Bisher waren jedoch die God of War und Batman Akrham Spiele die einzigen, die es geschafft haben mir das Gefühl der Unbesiegbarkeit zu geben. Die Ironie dabei ist, keines der beiden Spiele ist ein richtiges Superhelden Spiel, Batman gilt zwar als Superheld hat aber keine richtigen Superkräfte. Es gab in den letzten Jahren immer wieder Spiele die sich in das Gewässer des Superhelden Genres begaben, doch keines dieser Spiele hatte es bisher geschafft mir das Gefühl zu verleihen ein richtiger Superheld zu sein. Und auch InFamous: Second Son gelingt das nicht. inFAMOUS_Second_Son-Delsin_Reggie Delsin Rowe ist ein verantwortungsloser Halb-Indianer der mit seinem Bruder bei seinem Stamm wohnt und eigentlich nur Blödsinn im Kopf hat. Bis eines Tages ein Bus voller Conduits in ihrem Dorf verunglückt und Delsin in Kontakt mit einem dieser X-Men ähnlichen Superwesen kommt, wodurch Delsin die Macht des Rauches erlangt. Delsins Bruder Reggie ist der Scheriff in dem Dorf und scheint am Anfang des Spiels ein problematisches Verhältnis mit Delsin zu haben, denn die erste Amtshandlung, die er vor unseren Augen ausführt, ist das Verhaften seines eigenen Bruders.  Aber nun zurück zu unserem Protagonisten, denn der steht kurz davor dem Hauptbösewicht des Spiels zu begegnen, Brooke Augustine. Diese Dame ist unglaublich böse, schlecht und einfach nur verachtenswert, hat aber keinerlei Charaktertiefe oder positive Charakterattribute. Augustine ist leider nicht der einzige blasse Charakter im Spiel, auch alle anderen Nebencharaktere teilen Augustines Unzulänglichkeit. Auch die Beziehung zwischen Delsin und Reggie ist äußerst sprunghaft: in einem Moment stehen sie im moralischen Konflikt miteinander, wenige Minuten später sind sie die besten Freunde und wieder später avanciert Reggie zum Comic Relief des Spiels, was mal so gar nicht zu dem Charakter, den wir am Anfang des Spiels begegnen, passt. Die Story im Großen und Ganzen ist eine sehr schwache X-Men Kopie. Die Conduits heißen in diesem Spiel Bio Terroristen und werden von der Regierung verfolgt, da sie als Gefahr für die allgemeine Bevölkerung erachtet werden. Auch die Story hat keinerlei Tiefe die Seiten sind ganz klar definiert und es gibt wenig Freiraum zur eigenen Interpretation: Regierung = böse, Conduits = gut.  Obwohl die Story relativ schwach ist, sind die Superkräfte teilweise richtig lustig zu benutzen wären aber noch viel cooler wenn sie etwas Varietät bieten würden. Die verschiedenen Superkräfte sind im Grunde gar nicht so verschieden, sie sehen zwar unterschiedlich, und meine Güte sehen die cool aus, aber sie spielen sich grundsätzlich alle gleich. Jede Superkraft hat die gleichen 4 Grundangriffe, einen Spezialangriff und eine Fähigkeit die sie von den anderen leicht unterscheidet. Aber den Mangel an Vielfalt mal abgesehen machen die Superkräfte schon recht viel Spaß, würden aber sehr davon profitieren wenn man sie mitten im Kampf wechseln könnte. Die Fortbewegung durch die Stadt macht sehr viel Spaß mit Neon,und der Nahkampf mit Rauch ist einfach nur cool, wenn Delsin jetzt noch etwas mehr aushalten würde wäre es noch viel cooler. Wie soll ich mich als Superheld fühlen wenn ich alle zwei Minuten dazu gezwungen werde mich aus dem Kampf zu ziehen um nicht schon wieder zu sterben. Dadurch kommt nur selten ein angenehmer Kampffluss zustande. Am schlimmsten ist es in den Bosskämpfen; die gehören neben der Story zum schlimmsten Teil des Spiels. inFAMOUS_Second_Son-Fetch InFamous: Second Son ist, genau wie dessen Vorgänger auch, ein Open World Spiel und es bietet die schönste Open World die ich bisher in einem Spiel gesehen habe. Die Grafik des Spiels zeigt was die Playstation 4 in der Lage  zu leisten ist. InFamous: Second Son ist das schönste Spiels das ich jemals gespielt habe, die 1080P Auflösung und die stabile Bildrate machen InFamous: Second Son zu einem Augenschmaus. Doch neben der Optik hat die offene Welt leider nicht viel zu bieten, die Nebenmissionen setzen sich aus einem Graffiti Minispiel, einer Agentenjagd, einigen Kampfmissionen und der üblichen Sammelorgie zusammen. Das reicht leider nicht, um eine Alternative zu den monotonen Hauptmissionen zu liefern. Eine weitere Sache, die mir aufgefallen ist, war wie leise Seattle eigentlich ist. Entweder haben die Leute, die für das Sound Design zuständig sind total versagt oder Seattle ist die leiseste Großstadt der Welt. Obwohl Fahrzeuge in der Stadt herumfahren hört man fast nichts vom üblichen Großstadtverkehr und die Menschen, die sich in der Stadt bewegen, geben fast keine Geräusche von sich. Das ist zwar eine Kleinigkeit stört mit der Zeit aber trotzdem.

Fazit

Alles in Allem ist InFamous: Second Son eine kleine Enttäuschung. Seit der Ankündigung der Playstation 4 wurde InFamous: Second Son als das Flaggschiff der Konsole gehandelt, kann die Erwartungen aber leider nicht erfüllen. Der Mangel an Abwechslung und Nebenmissionen macht sich nach längeren Spiele Sessions stark bemerkbar, und auch das Gameplay, obwohl sehr gut, leidet an Delsins hoher Sterberate und den unglaublich miesen Endgegnerkämpfen. Grafik alleine ist leider nicht genug um das Spiel auf Dauer zu tragen.

Pro

  • Gameplay
  • Grafik

Contra

  • Story
  • Monotonie

7.5/10

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