Vor nunmehr fünf Jahren erblickte die Dead Space-Reihe das Licht der Spielwelt und brachte frischen Wind in Survival Horror Genre. Neben einem weiteren Teil der Hauptreihe und einigen Spin-offs erschienen auch Bücher und Filme zur Serie. Mit Dead Space 3 wird nun die Hauptgeschichte rund um Isaac Clarke weitererzählt, die drei Jahre nach den Geschehnissen von Dead Space 2 ansetzt. Isaac wird in seinem Apartment auf dem Mond vom letzten Bataillon der EarthGov aufgesucht und darüber unterrichtet, dass der Kontakt zu seiner ehemaligen Freundin Ellie Langford abgebrochen ist.

Diese befand sich auf einer Mission den Ursprung der Nekromorph-Plage ausfindig zu machen. Während der Flucht vom Mond wird die Gruppe von Unitology-Anhängern, welche die Menschheit auslöschen wollen, attackiert. Der Anführer der Gruppe aktiviert einen Marker und löst dadurch einen neuen Necromorph Ausbruch aus. Diesen nützt die Gruppe um vom Mond zu fliehen. Schon bald stellt sich heraus, dass es bei der Mission nicht nur um die Rettung von Ellie, sondern die endgültige Vernichtung der Necromorph und somit um die Rettung der Menscheit geht.

Das Spiel führt euch fortan durch unterschiedliche Regionen, bis man schließlich auf dem Eisplaneten Tau Volantis landet. Wie gewohnt sind euch dabei die Necromorphs immer auf den Fersen. Natürlich stehen euch wieder zahlreiche Waffen zur Verfügung, um euch von der Plage zu befreien. Bekommt ihr zu Beginn nur eine einfache Waffe in die Hand gedrückt, erweitert sich euer Arsenal kontinuierlich indem ihr neue Waffen findet oder sie selbst herstellt. An einer Bank könnt ihr euer handwerkliches Geschick unter Beweis stellen und bestehende Waffen modifizieren oder gänzlich neue erstellen.

Beim Modifizieren könnt ihr eure Waffen beispielsweise mit einem neuen Lauf oder Visier ausstatten, wodurch ihr auch die Parameter eurer Waffe verbessern könnt. Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit unterschiedliche Chips anzubringen, die wiederum Einfluss auf Schaden, Nachladegeschwindigkeit und dergleichen haben. Wie viele Chips eine Waffe dabei tragen kann, hängt von den benutzten Waffenteilen ab. Verfügt ihr über die nötigen Bauteile, die überall im Spiel gefunden werden können, könnt ihr auch neue Waffenteile und Chips erstellen. Beim Erstellen einer neuen Waffe habt ihr die Möglichkeit diese von Grund auf zu gestalten oder auf vorgefertigte Vorlagen zurückzugreifen.

Doch kann man auf diese Weise nicht nur Waffen, sondern auch allerlei Gegenstände wie Medikits oder Stase-Packs erstellen. Da die dafür benötigten Ressourcen sich mit denen für den Bau von Waffenteilen überlagern und man nur eine beschränkte Anzahl von ihnen findet, muss man sich an dieser Stelle entscheiden wofür man sie ausgibt. Kauft man sich ein neues Waffenteil oder doch besser ein Medikit. Darüber hinaus kann man auch noch einen Gegenstand erstellen, den man zum öffnen bestimmter Türen benötigt. In den dahinter befindlichen kleinen Räumen findet man dann allerlei nützliche Dinge wie seltene Ressourcen oder auch neue Waffen.

Hier gilt es also abzuwägen welche Strategie man beim Bau von Gegenständen verfolgt. Geht man den risikoreicheren Weg und verzichtet auf Heilung oder setzt man auf Sicherheit und kämpft dafür mit einer schwächeren Waffe. Die Bank bietet außerdem noch eine weitere nützliche Funktion: den Safe, in dem ihr eure Gegenstände und Waffen deponieren könnt um euer Inventar zu entlasten.

Eine weitere Neuerung ist der kooperativ-Modus, bei dem ihr das gesamte Spiel online mit einem Freund spielen könnt. Leider wurde hierbei auf einen offline Splitscreen-Modus verzichtet. Doch auch wenn ihr euch alleine durch die Story schlagt, taucht euer treuer Begleiter in einigen Zwischensequenzen auf, was durchaus komisch wirkt. Immerhin kämpft ihr euch alleine durch Horden von Monstern, nur um dann in einer Zwischensequenz plötzlich einen Begleiter an eurer Seite zu haben. Das Besondere am koop-Modus ist, das jeder Spieler andere Erfahrungen macht, abhängig davon mit welchen Charakter man spielt. Außerdem gibt es auch drei Level im Spiel, die man nur mit einem Partner spielen kann.

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Wenn man nicht gerade durch Korridore schleicht oder Necromorphs besiegt, gilt es ab und an auch kleinere Rätsel zu lösen, bei denen man meist mit seinen Stase-Fähigkeiten arbeiten muss. Diese stellen jedoch keinerlei Herausforderung dar und bieten lediglich eine kleine Abwechslung zum sonstigen Spielgeschehen. Ebenfalls wieder mit dabei sind „Spaziergänge“ im All und verschiedene Anzüge. Letztere haben jedoch keinerlei Auswirkungen auf das Spiel, da alle über die gleichen Attribute verfügen, und unterscheiden sich lediglich im Aussehen.

Die größte Stärke von Dead Space 3 ist die dichte Atmosphäre, die das Spiel versprüht. Ein Grund dafür ist die ausgezeichnete Grafik, welche die unterschiedlichen Umgebungen gekonnt in Szene setzt, angefangen bei düsteren Korridoren über das endlose All bis hin zum Eisplaneten Tau Volantis. Auch die Musik, mit ihrem stimmungsvollen Score, und der Sound, mit seinen lebendigen Effekten, tragen gekonnt zur Atmosphäre bei. Die Synchronisation ist wie gewohnt sehr gut ausgefallen. Beim Gameplay wurde vor allem am Kampfsystem (besser gesagt dem Shooter-System) gearbeitet. Durch die Verfeinerungen steuert sich das Spiel nun noch präziser und es gibt nun auch die Möglichkeit hinter Gegenständen in Deckung zu gehen.

Fazit

Dead Space 3 setzt den Fokus mehr auf Actionszenen, wodurch die Horror-Elemente etwas in den Hintergrund rücken. Obwohl das Spiel immer noch eine äußerst Dichte Atmosphäre aufbaut, ist diese bei weitem nicht mehr so beklemmend wie noch in den Vorgängern. Auch ist das Spiel an einigen Stellen, an denen man von Angriffen wohl überrascht werden sollte, sehr vorhersehbar. Die Größten schwächen finden sich in der Geschichte, die sehr gezwungen wirkt, Isaac beinahe schon zu viel zumutet und eine uninteressante Dreiecksbeziehung beinhaltet. Außerdem setzt das Spiel sehr stark auf Backtracking. Dead Space 3 mag zwar anders als seine Vorgänger sein aber man kann dennoch seinen Spaß mit dem Spiel haben.

Pro

  • Ausgezeichnete Atmosphäre
  • Sehr gutes Kampfsystem
  • Ausgezeichnetes Sounddesign
  • Waffenmodifikationen

Contra

  • Gezwungene Geschichte
  • Rätsel zu leicht
  • Backtracking
  • Anzüge unterscheiden sich nur in Aussehen

7,5/10

Über den Autor

Kilian R.

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