Mit Daylight gibt sich ein weiteres Survival Horror Spiel die Ehre auf der PlayStation 4. Entwickelt wurde der Titel vom unabhängigen amerikanischen Entwickler Zombie Studios, die mit Saw und Saw II: Flesh & Blood bereits Erfahrung mit diesem Genre haben. Darüber hinaus ist Daylight das erste Spiel, welches die neue Unreal Engine 4 verwendet.

Die Geschichte dreht sich um eine junge Frau namens Sarah, die in einem verlassenen Krankenhaus aufwacht, sich jedoch nicht daran erinnern kann, wie sie hier hergekommen ist. Eine mysteriöse Stimme, die per Smartphone mit ihr kommuniziert, weist sie an, die Geheimnisse des Krankenhauses zu ergründen, während sie nach einem Ausweg sucht.

Bewaffnet mit dem Smartphone macht ihr euch nun auf den Weg durch das zufällig generierte Krankenhaus, wobei euer treuer Begleiter dabei als Karte dient. Zusätzlich strahlt es auch noch ein recht schwaches Licht aus, damit man in der Dunkelheit zumindest etwas besser sehen kann. Neben dem Smartphone kann man im weiteren Verlauf des Spiels auch noch auf Leuchtstäbe und Signalfackeln zurückgreifen.

Erstere ermöglichen es nicht nur etwas weiter zu sehen, sondern machen auch sogenannte Relikte besser erkennbar. Diese Relikte bestehen meist aus Briefen oder Artikeln, welche etwas über die Vergangenheit beziehungsweise die Hintergründe der Geschehnisse im Krankenhaus erklären. Zusammen mit den kryptischen Aussagen der mysteriösen Stimme machen die Texte der Relikte neugierig auf den Rest der Geschichte.

In jedem Abschnitt des Spiels muss man eine bestimmte Anzahl dieser Relikte finden, um ein besonderes Siegel verfügbar zu machen, mit dem man in weiterer Folge tiefer in das Krankenhaus vordringen kann. Dieses Siegel findet sich in einem besonderen Raum den man jedoch, gleich wie das Siegel der Schatten, welches mit dem Siegel gebrochen werden kann, erst einmal finden muss.

Hier zeigt sich die größte Schwäche des Spiels: die Wiederholung des immer gleichen Ablaufs. Man kommt in einen neuen Abschnitt und erkundet diesen bis man sowohl Siegelraum als auch das Siegel der Schatten gefunden hat. Im besten Fall hat man bis dahin bereits genügend Relikte gesammelt, dass man das Siegel gleich mitnehmen kann, ansonsten heißt es weiter erkunden, bis das Siegel erscheint. Danach schnappt man sich das Siegel, bringt es zum Siegel der Schatten und betritt dadurch einen neuen Abschnitt in dem man die Prozedur wiederholt.

Wie es sich für ein richtiges Survival Horror Spiel gehört, ist man natürlich nicht ganz alleine im dunklen Krankenhaus unterwegs. Sogenannte Schattenwesen lauern euch an verschiedenen Stellen auf, wobei die Wahrscheinlichkeit deren Auftauchens nicht immer gleich ist. Obwohl das Spiel grundsätzlich eine gute Atmosphäre herstellt, dürften sich wohl nur sehr schreckhafte Spieler wirklich erschrecken, da das Spiel dahingehend sehr vorhersehbar ist.

Trifft man jedoch auf eines dieser Schattenwesen gibt es zwei Möglichkeiten es los zu werden: entweder nimmt man seine Beine in die Hand und läuft oder man benutzt die bereits angesprochenen Signalfackeln, welche die Schatten in Flammen aufgehen lässt. Letzteres ist natürlich die bevorzugte Variante, doch kann man nur maximal vier Signalfackeln und Leuchtstäbe gleichzeitig mit sich tragen. Zwar findet sich in den dunklen Gängen immer wieder Nachschub, doch sollte man eher sparsam sein, um für den Notfall gerüstet zu sein.

An bestimmten Stellen speichert das Spiel automatisch, wobei diese Speicherpunkte recht spärlich gesät sind. Sollte man also einmal sterben heißt das zurück zum letzten Speicherpunkt und alles noch einmal machen. Dies kann potentiell frustrierend werden, da man auch alle Relikte noch einmal einsammeln muss. Während das Spiel grundsätzlich flüssig läuft, ruckelt es teilweise sehr stark und im letzten Abschnitt fällt auf, dass es zwar flüssig, insgesamt aber nicht mehr so flott läuft wie in den restlichen Teilen des Spiels.

Grafisch erkennt man recht schnell, dass es sich hier um die Unreal Engine handelt, da vor allem die Wände aufgrund der teils viel zu starken specular highlights wie Plastik anmuten. Ansonsten sorgt die Grafik zusammen mit Sound und Musik für eine gelungene Atmosphäre, die jedoch nicht richtig genutzt wird.

Fazit

Daylight weiß zwar mit einer gelungenen Atmosphäre zu überzeugen, die jedoch nicht richtig genutzt wird und somit viel Potential verschenkt. Richtige Schreckmomente sucht man leider vergebens, da mit nur all zu bekannten Konzepten gearbeitet wird, was das ganze sehr vorhersehbar macht. Gameplay technisch wiederholt sich in jedem Abschnitt das gleiche Prozedere von erkunden, Siegel finden und Siegel der Schatten brechen. Die Geschichte ist hingegen interessant und macht neugierig.

Pro

  • Interessante Geschichte
  • Zufälliger Aufbau der Karte erhöht Wiederspielwert
  • Gute Atmosphäre…

Contra

  • …die jedoch nicht richtig genutzt wird
  • Lange Ladezeit des Speicherstandes
  • Keine wirklichen Schreckmomente
  • Vorhersehbar
  • Repetitives Gameplay

5,5/10

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