Kann man 2017 Urlaub machen ohne an Roaming Gebühren zu denken?

Wenn man aktuell ins Freie geht, besteht kein Zweifel mehr: Der Sommer ist endlich da. Und das heißt für viele auch, dass es Zeit wird an den wohlverdienten Urlaub zu denken. Doch bei einer Frage herrscht nach wie vor Unklarheit: Wie schaut es denn 2017 eigentlich mit den Roaming Gebühren in der EU aus? Wir haben für euch die wichtigsten Infos zusammen getragen und helfen euch alle Unklarheiten zu beseitigen.

Welche Roaming Gebühren sind wirklich abgeschafft?

Das Wichtigste zuerst: Der 15. Juni. 2017 ist ein wichtiger Stichtag für Roaminggebühren in der EU. Ab dann könnt ihr im Wesentlichen im Ausland genauso telefonieren und SMSen wie im Inland. Allerdings gilt das leider nicht für alle Verträge. Besonders Kunden bei Discountern sollten genau aufpassen: So gibt es eigene Regelungen bei dem Datenvolumen, das Anbieter frei geben müssen und ab gewissen Verlusten dürfen sie zusätzlich zur Kassa bieten. Leider ist das Ganze im Moment noch relativ undurchsichtig und auch die Anbieter selbst geben keine klare Auskunft.

Vorsicht beim Datenvolumen

Generell gilt: Man kann auch 2017 nicht einfach so im im Ausland mobil im Internet surfen. Es gibt sogenannte Fair-Use-Limits, die es vorsehen, dass nur ein bestimmter Teil des Datenvolumens im Ausland verbraucht werden darf. Hier ein Rechenbeispiel: Wenn ihr einen Tarif habt, der 15 Euro kostet und der Einkaufspreis des Anbieters bei 10 Euro liegt, dann könntet ihr etwa maximal drei GB im Ausland ohne Zuschlag nutzen. Aber keine Sorge, wenn ihr Gefahr lauft das Limit zu überschreiten muss der Anbieter euch vorher per SMS informieren. 

Urlauber haben Glück, wer länger im Ausland ist muss aufpassen

Die EU will aber nicht, dass heimische Tarife von Leuten ausgenutzt werden, die sich länger in anderen Ländern aufhalten. So kann es passieren, dass ihr eine Verwarnung kassiert wenn ihr innerhalb eines Zeitraums von vier Monaten zwei Monate oder mehr in einem anderen Land euren Mobilfunkvertrag nutzt. Dann müsst ihr wieder die „faire Nutzung“ nachweisen können, sonst gibt es Probleme. Die EU hat dem Roaming den Kampf angesagt, aber was sie klar vermeiden will ist, dass das neue System missbraucht wird.

Fazit

Ganz ist die Sache mit den Roaming Gebühren auch 2017 noch nicht gegessen. Aber mehr oder weniger. Vor allem wenn ihr nur für ein paar Wochen Urlaub macht, kann euch eigentlich nichts passieren. Es gibt zwar gewissen Grenzen, die ihr nicht übersteigen dürft, aber selbst bevor das passiert, muss euer Mobilfunkanbieter euch informieren. Die Zeiten in denen ihr hunderte Euro blechen musstet, nur um eine Email von der Oma zu lesen sind also tatsächlich endlich vorbei.

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