Die Souls-Serie, zu der Demon’s Souls und Dark Souls zu zählen sind, ist für seinen hohen Schwierigkeitsgrad und das intensive Gameplay bekannt. So war es nicht verwunderlich, dass ein Aufschrei durch die Fangemeinde ging als der neue Director von Dark Souls II bekannt gab, das Spiel zugänglicher machen zu wollen. Zwar versicherte er, dass sich nichts am Schwierigkeitsgrad ändern werde, doch ist man sich als Spieler erst dann sicher wenn man es selbst erlebt hat. Wir hatten nun die Möglichkeit im Zuge der Beta-Phase zwei Stunden lang in Dark Souls II einzutauchen und uns ein Bild vom Spiel zu machen.

Zu Beginn konnten wir uns für eine der zur Verfügung stehenden Klassen entscheiden und wurden danach als Level 21-Charakter in die Wildnis entlassen. Wie bereits im Vorgänger finden sich auch in Dark Souls II die Bonfires, die als Lager dienen. Einmal entfacht kehrt man nach dem Tod zum zuletzt angezündeten Feuer zurück. Wie gehabt werden sowohl beim Tod, als auch bei der freiwilligen Rast am Feuer alle Gegner in der Umgebung wiederbelebt.

Der erste Unterschied zu Dark Souls fällt sogleich auf, als wir die erste dunkle Höhle betreten. Leider haben wir nicht das Glück einen leuchtenden Anhänger unser Eigen zu nennen, sodass wir in völliger Dunkelheit umhertappen. Abhilfe schaffen hier Fackeln, die man entweder am heimischen Lagerfeuer oder an bereits angezündeten Fackeln entfachen kann. Die brennende Fackel hilft natürlich ungemein beim erkunden dunkler Ecken, doch wo Licht dort auch Schatten und zwar in Form einer belegten Hand während des Kampfes. Denn die Fackel wird in der linken Hand getragen, sodass nur noch die rechte zum Kämpfen zur Verfügung steht. Tauscht man die Fackel gegen Schwert oder Schild ist man zwar wieder von Dunkelheit umgeben, doch immerhin kann man sich besser verteidigen.

Erledigte Gegner hinterlassen wie gewohnt Seelen, die man zum hochstufen und einkaufen benötigt. Die verschiedenen Ausrüstungsgegenstände sind auch wieder mit einer maximalen Haltbarkeit versehen, wobei sie sich während der Beta nicht abgenutzt haben. Vermutlich weil es keinen Schmied in der Nähe gab, bei dem man sie hätte reparieren können. Neu ist auch dass man nun jeder Hand bis zu drei Waffen oder Schilde zuweisen kann, zwischen denen man während des Kampfes wechseln kann.

Beim ersten Druck auf die Start Taste stellt man erfreulicherweise fest, dass das Menü überarbeitet wurde. So wurde die Menüstruktur geändert, sodass alles aufgeräumter und leichter zugänglich wirkt. Erfreulicherweise ist man wieder davon abgekommen, dass man ein bestimmtes Item braucht, um Nachrichten schreiben zu können. Vielmehr wurde diese Funktionalität nun direkt in das Menü eingebaut, sodass man jederzeit Nachrichten für andere Spieler hinterlassen kann.

Bezüglich der Schwierigkeit von Dark Souls II können wir beruhigende Worte vorausschicken. Basierend darauf was wir gesehen haben, hat sich das Spiel im Kern nicht verändert. Noch immer streift man durch düstere Umgebungen, in denen die verschiedensten Gegner auf euch lauern. Auch muss man sich vor so manchem Hinterhalt, Fallen und Abgründen in Acht nehmen. Sterben ist auch in Dark Souls II an der Tagesordnung und wird diesmal etwas anders bestraft. Mit jedem Tod in der nicht-menschlichen Form werden die maximalen HP, die man in dieser Form hat, verringert.

Neben den Estus Flakons aus Dark Souls gibt es mit den Lifegems nun auch noch weiter Items, mit denen man sich heilen kann. Diese regenerieren die Energie über eine bestimmte Zeit hinweg, sodass man während des Heilungsvorgangs immer noch aufpassen muss nicht allzu oft angegriffen zu werden. Und das ist nicht ganz so einfach wie man sich das vorstellt, da die Gegner nun schlauer sind und euch eher angreifen wenn ihr nicht verteidigt.

Grafisch hat sich das Spiel gegenüber seinem Vorgänger gesteigert und so warten hübschere Umgebungen, Charaktere und natürlich Gegner auf euren Besuch in der Welt von Dark Souls II. Und als ob die dunklen Ecken und Plätze nicht schon genug wären, so wird die Stimmung auch noch von der Musik und den Soundeffekten angeheizt. Jeder Spieler der Souls-Serie kennt das Gefühl, wenn man sich durch die Dunkelheit stielt und aus einer nicht auszumachenden Richtung ein schlurfendes Geräusch ertönt. So auch erlebt in Dark Souls II.

An der Steuerung hat man, soweit wir dies beurteilen können, nichts geändert. Lediglich das Anvisieren und umschalten zwischen anvisierten Gegnern funktioniert nun wieder besser als noch im Vorgänger. Abgesehen davon finden sich Souls-Veteranen schnell wieder in die Steuerung ein und können sich sogleich ins Abenteuer stürzen.

Fazit

Nach der kurzen Session mit Dark Souls II sind meine Bedenken bezüglich der besseren Zugänglichkeit und der damit zusammenhängenden Möglichkeit eines leichteren Schwierigkeitsgrades vollkommen zerstreut. Gleich nach der Ankunft in der Dark Souls II Welt wurde mir von der düsteren und harschen Welt bestätigt, dass weder Schwierigkeitsgrad noch Atmosphäre gelitten haben. Den Leitspruch „Prepare to die“ kann man sich also getrost am 14. März 2014 in den Kalender eintragen.

Gefällt bereits jetzt

  • Hübschere Grafik
  • Düstere Atmosphäre
  • Schlauere Gegner
  • Gewohnter Schwierigkeitsgrad

Muss noch verbessert werden

  • Teilweise gab es kleine Ruckler

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