Batman: Arkham Origins Blackgate ist der erste Titel der Batman-Serie, der für Handhelds – in diesem Fall PS Vita und Nintendo 3DS – entwickelt wurde. Das Spiel erschien 2013 parallel zu Batman: Arkham Origins und kann nun als Deluxe Edition auch auf PS3, Xbox 360 und Wii U gespielt werden. Die Deluxe Edition bietet dabei neue Karten, Feindkontakte, Schwierigkeitsgrade, Batsuits sowie eine verbesserte Grafik gegenüber den Handheld-Versionen.

Blackgate spielt drei Monate nach den Geschehnissen von Arkham Origins. Eine mysteriöse Explosion im Blackgate Gefängnis erlaubt es dem Pinguin, Joker und Black Mask ihre jeweiligen Handlanger zu versammeln und so die Vormacht über ihren Teil des Gefängnisses zu erlangen. Nachdem Batman davon Wind bekommen hat, dass Blackgate nun in drei Teile geteilt wurde, beschließt er in die Sache einzugreifen und den Ursprung der Explosion zu finden. Doch schnell stellt sich heraus, dass mehr hinter der ganzen Sache steckt, als ursprünglich angenommen.

Anders als die bisherigen Batman-Teile spielt Batman: Arkham Origins Blackgate in einer 2,5D-Welt. Das heißt, während die gesamte Umgebung komplett aus 3D-Elementen besteht, steuert man Batman lediglich in einer 2D-Manier durch die unterschiedlichen Gebiete. Die Grafik ist dabei sehr gut gelungen und so kann man sich nicht nur auf gewohnt gute Modelle freuen, sondern auch auf stimmungsvolle Umgebungsgrafiken, die sich von Gebiet zu Gebiet unterscheiden. Die Geschichte wird hingegen mittels Comicstrips weitererzählt, deren Qualität nicht mit der restlichen Spielgrafik mithalten kann.

Kenner der Serie werden sich schnell zu Hause fühlen, da das Entwicklerstudio Armature, welches für Blackgate verantwortlich zeichnet, viele Features der vorangegangen Teile übernommen hat. So wurde auch das beliebte Free Flow Kampfsystem in das Spiel integriert, wobei es von Grund auf neu entwickelt wurde, um auch im 2,5D-Raum zu funktionieren. So kann man wie gewohnt Gegner durch Druck auf die Quadrat-Taste angreifen oder deren Angriffe mittels Dreieck-Taste kontern. Je nach Gegnertyp muss man auch auf den Betäubungsschlag zurückgreifen oder den Gegner von hinten attackieren, um diesen überhaupt verletzten zu können.

Wie auch schon in den Konsolenspielen kann man auch in Blackgate auf den Detektivmodus zurückgreifen, um sich ein besseres Bild von seiner Umgebung zu machen. In Blackgate wurde der Modus erweitert und so kann man nun auch die Blickrichtung der einzelnen Gegner sehen. Ansonsten zeigt er, anhand der Färbung von Batman, auch dessen Sichtbarkeit für Gegner an. Wirklich gerbraucht wird dieser Modus jedoch in den seltensten Fällen.

Zusätzlich zum Detektivmodus gibt es auch noch einen Analysemodus, mit dem man seine Umgebung untersuchen kann. In diesem Modus werden alle Gegenstände mit denen man interagieren kann farblich hervorgehoben. Bringt man den Cursor über ein solches Objekt wird es analysiert und kann fortan benutzt werden. Zwar ist der Modus hilfreich um versteckte Wege zu finden, doch ist es auch durchaus lästig, dass man jedes, auch offensichtlich benutzbare, Objekt zuerst analysieren muss, bevor man mit ihm interagieren kann. Darüber hinaus kann man in diesem Modus auch Hinweise zu Detektivfällen aufspüren, durch deren Lösung man neue Konzeptbilder freischaltet.

 Batman: Arkham Origins Blackgate

Während man zu Beginn des Spiels quasi nur auf seine Fäuste zurückgreifen kann, findet man im Laufe des Spiels hilfreiche Gadgets in Wayne Containern. So stockt man sein Arsenal an Gegenständen kontinuierlich auf und kann auf Batarang, Batclaw und Co. zurückgreifen. Diese Gegenstände können aber nicht nur in Kämpfen nützlich sein, sondern werden benötigt, um im Spiel voranzukommen. So benötigt man die Batclaw beispielsweise um entfernte Luftschächte zu öffnen, kann mit dem Batarang Schalter betätigen oder muss mit dem explosiven Gel eine Wand sprengen, um einen neuen Weg zu eröffnen.

Dabei lässt sich Blackgate als Metroidvania-Spiel bezeichnen, da man die neuen Gegenstände benötigt, um neue Wege in bereits erkundeten Bereichen freizuschalten. Das bedeutet eine Menge Backtracking und das mehrmalige abklappern bereits besuchter Gebiete. Zwar bietet das Spiel eine ausführliche Karte, doch ist diese 3D-Karte nicht immer leicht zu lesen und verursacht teilweise mehr Verwirrung, als das sie hilfreich bei der Navigation wäre.

Wer jedoch Freude am Erkunden hat kann sich über viele Sammelgegenstände freuen, denn neben den bereits erwähnten Gegenständen und Hinweisen zu Detektivfällen, gibt es auch noch Upgrades und Teile von Anzügen zu finden. Hat man alle Teile eines Anzugs komplett, kann man diesen anlegen und von den jeweiligen Eigenschaften profitieren.
Aufgrund des frei erkundbaren Gefängnisses kann man sich auch die Endbosse in beliebiger Reihenfolge zu Gemüte führen. Abhängig davon, welchen Boss man zuletzt besiegt, sieht man ein anderes Ende. Hat man das Spiel beendet steht auch ein New Game+ Modus zur Verfügung, in dem man von den bereits gesammelten Upgrades profitiert.

Fazit

Batman: Arkham Origins Blackgate betet mit seiner 2,5D-Aufmachung ein komplett anderes Spielgefühl als die 3D-Versionen, ist aber ein gelungener Teil der Batman-Serie. Die Entwickler haben die bereits bekannten Elemente sehr gut übernommen und mit dem Analysemodus auch ein neues Element hinzugefügt. Durch die teils unübersichtliche und verwirrende Karte wird das Navigieren in den unterschiedlichen Gebieten jedoch etwas mühsam und auch das prominente Backtracking kann an der Geduld zehren.

Pro

  • Gute Umsetzung bekannter Elemente
  • Stimmungsvolle Inszenierung
  • Viele Sammelgegenstände
  • Gute englische Synchronisation

Contra

  • Verwirrende Karte
  • Teils mühsames Backtracking

7/10

Über den Autor

Kilian R.

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